Kategorie: Aus der Praxis

  • 10 kg, 20 kg, 30 kg abnehmen? Wie geht das?

    10 kg, 20 kg, 30 kg abnehmen? Wie geht das?

    Weihnachten ist vorbei, Reue, Frust und zu viel Gewicht sind da. Dazu gesellen sich oft Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, depressive Verstimmungen und eine entsetzliche Müdigkeit.

    Wäre es nicht schön, endlich 10, 20 oder gar 30 kg abzunehmen. Nur wie?

    Wenn Sie #schlapp, #erschöpft, #müde oder #depressiv sind, ist das schwierig. Denn zum Abnehmen gehört eine gehörige Portion Motivation, was von movere, also sich bewegen, anregen, antreiben kommt. Wer soll sich bewegen, wenn er so erschöpft ist und dazu auch noch Sport treiben oder auf Essen verzichten soll?

    Zudem tut alles weh, die Beine sind schwer, die Knie schmerzen und die Lust auf Süßes ist nicht zu bändigen. Viele Diäten in der Vergangenheit haben mit noch mehr Gewicht und noch mehr Frust geendet.

    Diäten sind sinnlos

    Wenn sie nicht ein Leben lang eingehalten werden. Sobald Sie die Diät beenden, kommt das Gewicht, das Sie mühsam abgenommen haben schneller zurück als Ihnen lieb sein kann.

    Langsam und stetig abnehmen ist die einzige Möglichkeit, um auf Dauer ein gesundes Körpergewicht zu erreichen.

    Etwas Disziplin gehört natürlich dazu. Denn alte Gewohnheiten zu verändern ist nicht einfach. Am besten geht es mit neuen und besseren Gewohnheiten. Dann verschwinden die alten Gewohnheiten von selbst und werden ersetzt. Stellt sich der erste Erfolg ein, macht es Spaß weiterzumachen.

    Die Richtung muss stimmen

    Es gibt Hunderte verschiedener Diäten, die allesamt darauf ausgerichtet sind zu hungern – und das macht Abnehmen so schwierig, denn niemand hungert auf Dauer freiwillig. Dabei widersprechen sich Abnehm- und Diätempfehlungen extrem. Die einen schwören auf Paleo, die anderen auf Vegan, wieder andere auf Stoffwechselkuren, Intervallfasten, Krautsuppen, Obstkuren oder Heilfasten. Allen diesen Diäten ist eines gemein: Sie funktionieren auf Dauer bei niemandem und sind auf Dauer ungesund.

    Wie geht abnehmen?

    Ganz einfach: Langsam und stetig. Und genau umgekehrt zu dem, was wir alle bisher gelernt haben. Denn wir haben gelernt, wer dick ist, isst zu viel und das stimmt nur teilweise. Richtig muss es heißen: Er isst zu viel von den Lebensmitteln, die ihn dick werden lassen und zu wenig von denjenigen Lebensmitteln, die ihn schlank und gesund machen oder erhalten.

    Warum viele Menschen ein Leben lang schlank bleiben und was Sie daraus lernen können

    Wer ein Leben lang schlank bleibt hat intuitiv alles richtig gemacht und sich kaum um immer neue Ernährungsregeln geschert, denn was gestern galt gilt heute längst nicht mehr und was heute als richtig erachtet wird ist morgen Schnee von gestern.

    Verlassen Sie sich auf Ihr natürliches Gespür – nur so können Sie langfristig abnehmen

    Vergessen Sie sämtliche Ernährungsempfehlungen – sie sind allesamt Unsinn. Jeder Stoffwechsel ist einzigartig und braucht eine eigene nur für ihn selbst passende Ernährungsweise. Was für den einen richtig ist, ist für den anderen falsch. Daher wissen nur Sie ganz alleine, was Ihnen guttut und beim Abnehmen hilft.

    Sport und Abnehmen – Nicht alle schlanken Menschen sind sportlich

    Nicht alle dicken Menschen sind unsportlich, genauso wenig wie alle schlanken Menschen täglich Sport machen. Etwas Bewegung reicht zusammen mit der individuell passenden Ernährungsweise, um das sog. Normalgewicht zu erreichen.

    Das Ziel: Normalgewicht

    Normalgewicht ist genauso individuell wie der Stoffwechsel. Wer sich wohlfühlt, gesund und beweglich ist, muss keinen idealen BMI haben. Der #BMI ist eine sinnfreie Bewertung, die niemandem hilft.

    Arnold Schwarzenegger ist fettsüchtig

    Sagt zumindest sein BMI, der über 30 ist. Damit ist Arnold Schwarzenegger fett. Muskeln sind schwer und brauchen viel Energie. Arnold Schwarzenegger ist muskulös, nicht fett.

    Arnold Schwarzenegger hat sich wenig um wissenschaftliche Beweise geschert, er hat auf sein Gefühl gehört und ist so zu dem geworden, was er heute ist. Seinen Muskelaufbau hat er durch Intuition, Durchhaltewillen, der dazu passenden Ernährung und klarerweise sehr viel Sport erreicht.

    Er wusste vor 40 Jahren, wie wichtig die zu seinem Sport passende Ernährung ist und sagte dazu: Training ohne sportgerechte Ernährung ist wie ein Feld zu pflügen und nicht zu säen. Dann wächst auch nichts.

    Für Arnold Schwarzenegger war klar: Vitamine und Mineralstoffe aus natürlichen Quellen in Verbindung mit Eiweiß in Form von Fleisch, Fisch, Eiern sind die beste Ernährungsform. Für ihn waren 2,2 g Eiweiß pro kg Körpergewicht täglich notwendig.

    Alle paar Stunden trank er Proteinshakes mit rohen Eiern und Bananen und nahm zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe als Nahrungsergänzung. Er weiß bis heute, wie wichtig gesättigte Fettsäuren sind und hat sich nie von Ernährungspäpsten beeinflussen lassen.

    Seine Intuition gibt ihm bis heute Recht

  • Immer und immer wieder: Husten, Schnupfen, Mandelentzündung, Blasenentzündung?

    Immer und immer wieder: Husten, Schnupfen, Mandelentzündung, Blasenentzündung?

    Vitamin C – Mangel als Hauptgrund?

    Doppelt so viele Menschen sind derzeit krank wie noch 2019. Eine riesige Belastung für die Erkrankten und deren Arbeitskollegen und Familien.

    Gründe für den überaus hohen Erkrankungsstand gibt es viele. Einer davon mag sein, dass unser Immunsystem die letzten 3 Jahre durch das Tragen von Masken zu wenig geschult war. Der andere Grund liegt vermutlich am Krieg in der Ukraine. Doch dazu später mehr.

    Eiweißdefizite und Vitalstoffmangel machen krank

    Wie ich schon oft berichtet habe, leiden wir in Deutschland fast alle an einem ausgeprägten Eiweiß- und Vitalstoffmangel. Außer Vitamin C fehlen uns alle lebensnotwendige Vitalstoffe, die uns gesund und fit halten.

    Vitamin C – Mangel – woran erkennst du ihn?

    Denn: Vitamin C ist Teil des Kollagens, welches Bestandteil von Haut, Bindegewebe, Haar, Blutgefäßen und Knochen ist

    Auch hier fehlt das wichtige Kollagen, damit die Haut glatt und gesund bleibt

    Kollagen ist Teil der Haut und wichtig für die Querverbindungen und für gesunde, glatte Haut. Ohne Vitamin C wird Haut rau und brüchig und zudem altert sie vorzeitig.

    Ohne Vitamin C wird zu wenig Kollagen gebildet; Entzündungen werden begünstigt

    Gelenke bestehen aus Kollagen, ohne Vitamin C fehlt Kollagen, Knorpel baut sich ab

    Arthrose in den Fingern hat mit einer Schilddrüsenunterfunktion und Vitamin C Mangel zu tun. Unsere Hormondrüsen brauchen Vitamin C, um optimal zu funktionieren.

    neben Vitamin C fehlt hier vor allem Vitamin D

    Ohne ausreichend Vitamin C kann Kollagen als Hauptbestandteil von Knorpel nicht aufgebaut werden

    Vitamin C säuert den Urin an. Ist der Urin zu basisch kommt es immer wieder zu Harnwegsinfekten. Eine Woche lang täglich 1g reines Vitamin C kann Abhilfe schaffen.

    Vitamin C braucht der Körper zu Herstellung von Gallensäuren. Fehlt Gallensäure wird Fett schlecht verdaut.

    Vitamin C ist wichtig zur Herstellung von ATP – der Energie in den Zellen. Fehlt ATP, fühlen Sie sich schlapp und müde

    Vitamin C wird vor allem in den Nebennieren gespeichert und dort wird viel davon verbraucht. Die Nebennieren produzieren Adrenalin und Cortisol. Diese Hormone sind wichtig, um für sich zu kämpfen und Probleme anzugehen. Fehlt Cortisol kann es zu Burnout und Depressionen kommen. Probleme verstärken sich, da sie nicht gelöst werden.

    Vitamin C reguliert die Freigabe von Fettzellen, ohne ausreichend Vitamin C kann sich vor allem Bauchfett nicht abbauen.

    Und last but not least

    Das Immunsystem ist geschwächt und du bist immer wieder krank oder erholst dich lange nicht von Atemwegsinfektionen, Husten, Fieber, Erkältungen, Mandelentzündungen.

    und schützt uns vor Schwermetallen, Viren und Keimen. Die Ukraine brennt und wir atmen Schwermetalle aus Bomben und giftigen Rauch ein. Die Ukraine ist nur 2 Flugstunden von uns entfernt.

    Vitamin C wird aufgrund der Eigenschaft als Radikalenfänger als Konservierungsmittel verwendet. Das verhindert, dass beispielsweise Äpfel oder Bananen oxidieren, also braun werden.

    Ascorbinsäure, Tyrosinase, Bioflavonoiden, K-Faktoren, Jod.

    Künstliches Vitamin C, also Ascorbinsäure, enthält weder Tyrosinase, noch Bioflavonoide noch K-Faktoren oder Jod. Daher ist natürliches Vitamin C der künstlichen Ascorbinsäure auf jeden Fall vorzuziehen.

    So wichtig ist Vitamin C. Doch fast immer fehlen alle Vitalstoffe. Das mag der Grund dafür sein, dass die Menschen derzeit so krank sind wie lange nicht. Der Ukraine-Krieg mit all seinem giftigen Rauch, den wir täglich einatmen wird so schnell nicht zu Ende sein. Mehr denn je benötigen wir Vitamin C, sämtliche B-Vitamine und Mineralstoffen.

    Beginnen wir doch mit Vitamin C.

  • Arthrose und Psyche – wie hängen sie zusammen?

    Arthrose und Psyche – wie hängen sie zusammen?

    Arthrose beginnt meist mit Rückenschmerzen und einem verspannten Nacken. Im Laufe der Zeit dehnen sich die Rückenschmerzen aus und können einen Bandscheibenvorfall auslösen oder durch die starke Spannung im gesamten Rücken den Ischiasnerv einquetscht. Das ist sehr schmerzhaft und in manchen Fällen nur noch durch eine Operation zu lösen.

    Stress, Kummer, Sorgen, Ängste – was haben sie mit Arthrose zu tun?

    Der Volksmund beschreibt die psychischen Ursachen für Krankheiten sehr gut. Gelernt hat der Mensch durch Beobachtung, nicht durch ein Medizinstudium. Wer kennt das nicht:

    Und vieles mehr…

    Schon immer haben Menschen die Zusammenhänge zwischen körperlichem Leid und Sorgen, Nöten, Kummer, Überlastung und Ängsten beobachtet.

    Das war und ist klug, denn es ist bis heute die richtige Schlussfolgerung. Krankheiten haben Ursachen. Auch Arthrose hat psychische Ursachen. Bei dem einen ist es der Rücken, beim anderen die Knie, bei wieder anderen die Hüften oder die Schultern.

    Grundsätzlich ist Arthrose eine Ganzkörpererkrankung. Dennoch ist häufig das ein- oder andere Gelenk besonders betroffen.

    Körper, Geist und Seele parallel behandeln

    Das gilt insbesondere für Arthrose. Meiner Erfahrung nach gibt es immer einen psychischen Anteil an der Entstehung von Arthrose. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Die Frage ist, wo beginnen? An den körperlichen Ursachen der Arthrose wie Mangelernährung, zu hoher Zuckerkonsum oder jahrelange Übersäuerung oder die psychische Ursache finden und abstellen oder auflösen?

    Arthrose körperlich oder psychisch?

    Im Prinzip ist es egal, wo jemand anfängt. Wichtig ist, dass er anfängt. Die Königsdisziplin ist, Körper, Geist und Seele parallel behandeln.

    Wer die Ursachen von Arthrose versteht und Zusammenhänge erkennt, kann selbst sehr viel tun, dass er gesünder wird. Das Leben in der Gegenwart kann jeder verändern. Dazu ist eine genaue Betrachtung nötig. Ist der Job der richtige, die Partnerschaft okay, Sorgen und Existenzängste begründet? Was lässt sich ändern?

    Arthrose als Folge von Stress

    Stress ist alles, was den Körper besonders fordert und kurzfristig auf Kampf und Flucht einstellt. Dazu schüttet die Nebenniere vermehrt Cortisol aus. Ist der Stress vorbei beruhigt sich das System und alles ist gut.

    Wird Stress zur Dauerbelastung übersäuert der Körper, kristallisiert die Säuren und lagert sie in Gewebe und Gelenke ein. Die Muskeln verspannen und verkürzen, der Druck auf die Gelenke erhöht sich und Säurekristalle zerreiben die Knorpel. Das ist die Sehr-Kurz-Version.

    Die Lösung: Den Stress beenden, die Säuren mit geeigneten Mitteln binden und aus Gewebe und Knorpel holen. Das ist auch die Sehr-Kurz-Version.

    Arthrose als Folge von Schock

    Schock ist ein plötzliches extremes Erschrecken, das kurzzeitig das menschliche System in ein Super-Notprogramm umschaltet, bei dem es nur um Eines geht: Ums Überleben. Dazu schüttet die Nebenniere Adrenalin aus, was uns kurzzeitig übermenschliche Kräfte verleiht. Das ist der Grund dafür, dass schwerverletzte Menschen nach Unfällen mit gebrochenen Gliedmaßen und großen Wunden trotzdem noch gehen können und kaum bluten. Ein Schock kann tödlich enden, wenn die Adrenalin-Produktion nicht wieder eingefangen wird und Rettung kommt.

    Schock als Reaktion auf schreckliche Nachrichten wie Tod oder schwere Krankheit eines geliebten Menschen, plötzlicher finanzieller Ruin, Kündigung aus heiterem Himmel und ähnlichem löst dieselbe Stressreaktion mit erhöhter Adrenalinausschüttung aus.

    Arthrose als Folge eines Traumas

    Ein Trauma ist nichts anderes als eine Wunde, eine Verletzung, die nie verarbeitet wird, weil sie so schlimm ist. Das kann sexueller Missbrauch sein, fehlende Vater- oder Mutterliebe, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz oder Existenzangst.

    Traumen erzeugen Angst und Angst aktiviert das Kampf- und Fluchthormon Cortisol. Cortisol steigert Herzschlag- und Blutdruck. Blut und Zucker versorgen die Muskeln und werden aus den Verdauungsorganen abgezogen. Hört die Angst nicht auf, verkrampfen die Muskeln und der Körper übersäuert. Wieder kristallisiert die Säure und lagert sich in Gewebe, Muskulatur und Gelenke ein.

    Stress, Schock und Trauma – die psychischen Ursachen der Übersäuerung

    Wer körperlich sehr gesund ist kann mit Stress, Schock und Trauma umgehen und mit der Zeit die schreckliche Erfahrung als Erinnerung ohne Emotion ablegen. Ist der Stress zu übermächtig, der Schock zu tiefgreifend oder das Trauma besonders schlimm, legt er Schock, Trauma oder Stress in die Tiefen seines Unterbewusstseins ab. Wie eine Datei auf dem Computer speichert er die Daten ab. So bleibt ein Dauerstress aus dem Unterbewusstsein. Das kostet Kraft und führt zu dauerhafter Übersäuerung.

    Besonders betroffen sind diejenigen Gelenke, die damit in Verbindung stehen. Also der Rücken für eine besonders schwere Last, die Kniee für eine Zeit, in der man die traumatische Situation nicht „durchstehen“ konnte. Die Hüften für jegliches Fehlen von Lebensfreude, die Schultern für die Last, die unerträglich war und so weiter.

    Jedes Gelenk hat so seine ganz eigene Geschichte.

  • Wunschgewicht oder: Die Henne und das Ei – wer war zuerst da?

    Wunschgewicht oder: Die Henne und das Ei – wer war zuerst da?

    Abnehmen und gesund werden oder gesund werden und abnehmen?

    Meiner Erfahrung nach gehören Abnehmen und Gesund werden zusammen. Wer etwas übergewichtig ist und sich dabei gesund fühlt, lebensfroh und gelassen, der sollte sich glücklich schätzen und genauso weitermachen wie bisher. Er hat fühlbar alles richtig gemacht. Viele Menschen sind unglücklich mit ihrem Übergewicht. Und zwar deshalb weil sie das Übergewicht verantwortlich machen dafür, dass sie sich so elend fühlen. Ich glaube nicht, dass es nur das Gewicht ist, das beispielsweise Rücken- oder Knieschmerzen macht. Schlanke Menschen haben dieselben Schmerzen. Schlanksein schützt also nicht gegen Kranksein.

    Das Metabolische Syndrom, Übergewicht und langsamer Stoffwechsel

    Die Medizin hat Metabolisches Syndrom so definiert: Fettstoffwechselstörung, dicker Bauch, Diabetes 2 und hoher Blutdruck. Das ist gefährlich lt. Medizin, denn diese Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

    Ich habe das sog. Metabolische Syndrom erweitert, denn stark übergewichtige Menschen erzählen allesamt von ähnlichen Beschwerden. Ganz typisch für sie sind Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Atemnot, die sie vor allem beim Treppensteigen spüren ebenso wie sie anfänglich die Knieschmerzen vor allem beim Treppensteigen bemerken. Schwere Beine, Lymphödeme und manchmal sogar Lipödeme sind oft mit dabei. Verstopfung, Durchfall oder beides im Wechsel verbunden mit Sodbrennen gehören auch mit dazu. Fast alle fühlen sich total erschöpft bis hin zur Depression.

    Die meisten behandelnden Ärzte verordnen Blutdrucksenker, Cholesterinsenker, Wassertabletten, Pantoprazol, Metformin und bei Bedarf Schmerzmittel und Stützstrümpfe. Sie raten: Abnehmen und Sport treiben. Da habe ich sofort das Bild von The Biggest Loser vor mir, da werden dicke Menschen derartig gequält und gedemütigt, dass ich bei solchen Sendungen sofort ausschalte. Wie immer meine Meinung dazu: Hungern und Sport ist genau das, was diese Menschen nicht brauchen. Ich finde, es geht genau anders herum. Ob Sie das nun glauben oder nicht. Ich finde, diese stark übergewichtigen Menschen sollten keinen Sport treiben, erlaubt sind kleine Spaziergänge und leichte Bewegung. Statt zu hungern sollten sie essen. Aber gemäß ihrem Stoffwechseltyp und Drüsentyp. Alle schwer übergewichtigen Menschen sind Eiweißtypen, unterscheiden sich jedoch in den Drüsentypen. Entweder Nebenniere oder Eierstöcke oder die Hypophyse sind diejenigen Drüsen, die unterschiedlich dominant sind. Schilddrüsentypen nehmen selten zu, die lasse ich deshalb aus. Nebennierentypen nehmen mit Kaffee zu und Ovarientypen, wenn sie Milchprodukte essen. Nicht alle aber viele.

    Vor Corona bot ich zusammen mit meiner Assistentin Dani alle 14 Tage einen Wunschgewicht-Kurs an. Bewusst nannte ich diese Kurse nicht Abnehmkurse. Zu Beginn des Kurses bestimmten wir den jeweiligen Drüsen- und Stoffwechseltyp und die dazu passende Ernährung. Die Teilnehmer durften alles essen. Und bei mir galt wie immer: Essen hat 3 Aufgaben: Es muss schmecken, satt machen und die Zellen gesund ernähren. Aus meiner Sicht war das Konzept sehr einfach. 3 Mahlzeiten pro Tag, immer 5 Stunden Pause dazwischen, sich nach schmackhaftem Essen gesund und satt fühlen. Für die Teilnehmer war es schwieriger als von mir gedacht.

    Kann einfach schwierig sein?

    Ja, kann es. Was haben wir von unseren Kursteilnehmern erfahren? Übergewichtige Menschen haben fast alle Diäten durch mit dem Ergebnis, dass sie meist scheitern und nach der Diät schwerer sind als davor. Sie haben geradezu panische Angst vor Fett, essen vorwiegend Magerquark, Magerjoghurt, mageren Käse und trinken Magermilch. Sie essen viel Obst, da sie von allen Seiten hören, dass Obst gesund ist und wenig Kalorien hat. Die meisten von ihnen frühstücken nicht. Eier essen sie wegen Cholesterin kaum, Wurst ist fett und ungesund und Schweinebraten der Inbegriff ungesunden Essens. Wenn Fleisch, dann Hähnchenbrust. Alle Wunschgewicht-Teilnehmer wussten, wie gesund Fisch ist, gegessen haben sie ihn trotzdem nicht. Das war sehr interessant. Wie immer habe ich von meinen Patienten gelernt. Ihnen sei hier nochmal Dank.

    Essen aus Frust, Stress und Angst – meine 1. Erkenntnis

    Wer nicht abnimmt, dann aus folgenden Gründen: Die ständige Angst vor weiterer Gewichtszunahme verhindert, dass Übergewichtige aus Lust und Freude nach ihrem ganz persönlichen Bedürfnis essen. Da sie von Glaskugel-Ernährungswissenschaftlern, den Marketingprofis der Nahrungsmittelindustrie und den Medien ununterbrochen hören, wie schlimm Fett und Fleisch ist, essen sie vorwiegend Kohlenhydrate und Zucker, was die eigentlichen Dickmacher sind. Die Angst vor nahrhaftem Essen ist ebenso tief in ihrem Bewusstsein wie in ihrem Unterbewusstsein abgespeichert. Es ist ihnen nicht klar, dass sie Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate im Verhältnis 30/20/50 brauchen. Sie wissen auch nicht, dass Fertigprodukte wahre Zuckerbomben sind, ebenso wenig wissen sie, dass in fettarmen bzw. Light-Produkten die Fette mit Kohlenhydraten ersetzt werden. Für die Industrie ist das ein sehr gutes Geschäft, da Kohlenhydrate billiger sind als Eiweiß und Fett. Kohlenhydrate füllen, aber machen nicht satt. Übrigens sind meine Erkenntnisse nicht wissenschaftlich bewiesen. Es sind lediglich meine Erkenntnisse.

    2. Erkenntnis: Wer abnehmen will, braucht Nährstoffe

    Denn nur wer satt ist und nicht nur voll hat genügend Nährstoffe aufgenommen. Wer nicht satt ist, hungert ständig nach den Nährstoffen, die ihm fehlen. Wer gestresst ist, braucht mehr Nährstoffe. Daher sind die wichtigsten Partner zum Erreichen des Wunschgewichts: Nährstoffe und Entspannung.

  • Arthrose – die schmerzenden Gelenke und warum sie weh tun

    Arthrose – die schmerzenden Gelenke und warum sie weh tun

    Schmerzen entstehen durch Entzündungen. Doch woher kommen diese Entzündungen und warum spürt man sie gerade so sehr an den Gelenken? Und was haben sie mit Gelenkverschleiß zu tun?

    Übersäuerung – die Ursache von Gelenkschmerzen und Arthrose?

    Übersäuerung ist aus meiner Sicht und Erfahrung die Hauptursache für die Entstehung von Arthrose. Anfangs macht Übersäuerung wenig Probleme und kaum Schmerzen. Rücken- und Nackenschmerzen sind die ersten Anzeichen. Säuren kristallisieren und lagern sich bevorzugt entlang der Wirbelsäule, in Muskulatur und Bindegewebe ein. Sie haften an den Zellwänden und lösen sich von dort schwer wieder.

    Kristallisierte Säuren verhärten das Gewebe, verkürzen die Muskeln und setzen sich an Sehnen- und Muskelansätzen fest. Das führt zu Schmerzen bei Bewegungen. Schließlich lagern sich die kristallisierten Säuren fest in die Knorpel ein, verursachen dort Entzündungen und zerreiben schließlich die Gelenkknorpel. Das tut richtig weh.

    Durch die Übersäuerung werden Gelenke immer steifer und verhärteter, die Muskeln kürzer und die Sehnen entzünden sich, was Schmerzen auslöst.

    Schmerzhafte Entzündung – das Immunsystem wehrt sich

    Unser Körper versucht sich selbst zu helfen, indem er die Säurekristalle unter Eiter setzt, was heißt, es kommt zu großen Entzündungen, Schwellungen und Röte. So kann er über das Immunsystem Säuren in begrenzter Menge lösen. Allerdings ist das gerade bei Arthroseschmerzen ein Notprogramm.

    Der Gichtanfall – so versucht der Körper Säuren zu lösen.

    Bei Gicht ist es vor allem die kristallisierte Harnsäure, die in den Gelenken sitzt. Wenn das Gelenk voller Harnsäurekristalle ist, löst sich ein kleiner Teil durch eine sehr schmerzhafte Entzündung mit den klassischen Entzündungszeichen: Hitze, Röte, Schwellung… Und besonders gemeinen Schmerzen.

    Bei akutem Gichtanfall hilft wenig

    Denn der Körper braucht dieses schmerzhafte Notprogramm, um Säurekristalle zu entsorgen. Manche Ärzte spritzen Cortison in das entzündete Gelenk, was die Entzündung zurückdrängt und die Ursache verschlimmert. Denn Cortison zerstört Gewebe, Muskeln und Knorpel. Was anfangs wirkt ist später noch schlimmer. Denn Gewebe regeneriert sich nur in einem gesunden Umfeld.

    Arthrose und Gicht – die Ursache sind kristallisierte Säuren

    Unterschiedliche Säuren – unterschiedliche Beschwerden. Welche Schmerzen welche Säure verursacht ist bis heute unbekannt. Unbekannt ist zudem, dass eingelagerte Säuren die Knorpel zerstören und mittelfristig zu Arthrose führen.

    Übersäuerung – was der Körper selber tut

    Ein Gichtanfall oder Arthrose, bei der Knorpel zerrieben werden und die daraus folgenden Schmerzen sind die schlimmsten Symptome einer Übersäuerung. Doch vorher wehrt sich der Körper lange Zeit.

    Manchmal sind Schilddrüse und Leber in einem so schlechten Zustand, dass zusätzlich Homöopathie notwendig ist.

    Er verdünnt die Säuren und hält Wasser im Gewebe zurück, weshalb Gewebe anschwillt. Wasser hat einen neutralen pH-Wert und kann Säuren binden.

    Schwere Beine sind eine unangenehme Folge von jahrelanger Übersäuerung. Als nächstes holt sich das Blut das wertvolle Calcium aus den Knochen. Calcium als Kalk ist basisch, weshalb es hilft, Säuren im besten Fall zu neutralisieren oder zumindest etwas milder zu machen, damit über Blut, Lymphe und Nieren ein Teil der flüssigen Säuren ausgeschieden werden kann.

    Osteoporose und Arthrose gehen Hand in Hand

    Da die Knochen hauptsächlich aus Calcium bestehen sind sie der letzte Speicher, aus dem der Körper das basische Calcium löst, um die Säurefluten, die aus Mangelernährung und Stress entstehen, zu mildern. Die Folge sind Kalkeinlagerungen in den Gefäßwänden, die oft zu Bluthochdruck, Herzschwäche und Überwässerung führen.

    Die Gefäße werden mit dem eingelagerten Kalk enger und es entsteht die sog. Atherosklerose, was nichts anderes heißt, als dass Blutgefäße verkalken. Früher sprach man bei alten Menschen, die dement wurden von: Er oder sie „verkalkt“ allmählich. Heute heißt dieser Prozess Demenz oder Alzheimer. Man spricht von Plaques im Gehirn, ohne die genaue Ursache zu wissen.

    Bluthochdruck und Übersäuerung

    Verengte Blutgefäße und Atherosklerose führen zu Bluthochdruck. Die Gefäße sind durch den Kalk aus den Knochen, der gebraucht wird, um das Blut basisch zu halten, eng und unelastisch. So muss das Herz stärker schlagen, um Blut in Hirn, Organe und Extremitäten zu pumpen. Es gehören noch weitere Auslöser dazu. Doch Übersäuerung, kristallisierte Säuren und der Kalk aus den Knochen sind ein großer Teil davon.

    Demenz und Alzheimer – die letzte Folge jahrzehntelanger Übersäuerung

    Es ist zu einfach, zu behaupten, Alzheimer und Demenz kämen letztlich von einer jahrzehntelangen Übersäuerung. Vermutlich sind andere Entzündungen mit daran beteiligt. Doch Atherosklerose ist aus meiner Sicht die logische Folge von Übersäuerung, verbunden mit dem Kalkabbau aus den Knochen als nachvollziehbare Gegenmaßnahme des Körpers.

    Arthrose, Bluthochdruck, Gicht, Osteoporose und Demenz – die Säure ist mit verantwortlich

    Die entscheidende Frage: Wie können Sie entsäuern?

  • Arthrose – Stiefkind der Orthopäden, Liebling der Chirurgen

    Arthrose – Stiefkind der Orthopäden, Liebling der Chirurgen

    Wenn Rücken, Hüften, Knie, Schultern oder Hände immer weher tun suchen Betroffene erstmal den Rat ihres Hausarztes. Dieser überweist zum Orthopäden. Dort passiert regelmäßig das Gleiche: ein MRT wird angeordnet, das eine der zahlreichen Helferinnen ausführt. Der Orthopäde stellt Pi mal Daumen den Arthrosegrad fest. In der Regel Arthrosegrad 4. Warum? Weil vorher die Arthrose lange nicht weh tut.

    Wer geht schon ohne Schmerzen zum Arzt? Behandlungsmöglichkeiten gibt es kaum. Die Arthroseleitlinien sind dürftig. In den Leitlinien ist Leistungssport als sehr empfehlenswert eingestuft. Doch wer macht mit schmerzenden und entzündeten Knien Leistungssport? Physiotherapie, Wärme- oder Kältetherapie sollen ebenfalls wirksam sein. So gibt es meist ein Rezept für gerade mal 6 Behandlungen beim Physiotherapeuten. Dann ist das Budget erstmal erschöpft.

    Schmerzmittel sind keine langfristige Lösung

    Schmerzmittel werden fast immer verordnet und gerne angenommen. Sie gelten in den Leitlinien als empfehlenswert und helfen anfangs recht gut. Die schädlichen Nebenwirkungen wie zerstörte Nieren durch Diclofenac und Voltaren kommen erst viel später. Nierenschäden sind schmerzlos, daher besonders tückisch. Schmerzmittel unterdrücken das Symptom, also den Schmerz. Heilen tun sie nicht.

    Künstliche Gelenke – der Weisheit letzter Schluss?

    Cortison mit all seinen Nebenwirkungen sind gemäß Leitlinie kaum zu empfehlen. Hyaluron hat in Studien keine nachhaltige Wirkung ergeben. Arthrose gilt bis zum heutigen Tag als unheilbar. Durch die wenigen Behandlungen kann eine Operation, also ein künstliches Gelenk, länger hinausgezögert werden. Letztlich ist eine Operation laut Leitlinie der Weisheit letzter Schluss. Wer will schon ein künstliches Gelenk, wenn es anders geht?

    45 % der Patienten sind nicht zufrieden nach der Operation

    Viele haben nach wie vor Schmerzen und sind in der Bewegung eingeschränkt. Zudem ist vor allem die Knieoperation eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Es dauert lange, bis sich der Körper von diesen Strapazen wieder erholt. Die Narben sind groß. Nicht jeder verträgt so viel Metall im Körper. Immer wieder gibt es Fälle, bei denen das Kunstgelenk wieder entfernt werden muss. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Einige sind allergisch gegen das Metall. Wieder andere leiden unter einer massiven Schwermetallvergiftung im Körper, im Gewebe und im Blut mit all ihren Begleiterscheinungen.

    Wie oft haben mir Patienten erzählt, dass sie mit multiresistenten Keimen kämpfen mussten und die daraus folgenden Entzündungen dazu führten, dass das Kunstgelenk wieder entfernt werden musste.

    Alles tun was geht

    Ich finde, alle Möglichkeiten einer sanften Therapie sollten dringend ausgeschöpft werden, bevor sich ein Arthrosepatient operieren lässt. Eigentlich schade, dass die Leitlinien so eng gegriffen sind. Warum nicht alles tun, um Arthrose sanft und angenehm zu verbessern? Ich habe so oft erlebt, wie bei vielen meiner Patienten nach und nach die Schmerzen nachließen und das Gelenk beweglicher wurde. So mancher fühlt sich als geheilt.

    Meine Meinung: Alles tun, um eine Operation zu vermeiden. Lebensqualität ohne Operation – das ist mein Ziel und das meiner Patienten. Ob es gelingt? Jede Verbesserung lohnt sich.

  • Chronisch erschöpft, müde und ausgelaugt – wie ein langsamer Stoffwechsel das tägliche Leben zur Qual macht

    Chronisch erschöpft, müde und ausgelaugt – wie ein langsamer Stoffwechsel das tägliche Leben zur Qual macht

    Die Zahl der Patienten, die unter chronischer Müdigkeit leiden wird immer größer und die Erschöpften immer jünger.

    Jede Altersgruppe findet so ihre ganz eigene Erklärung für ihre bleierne Müdigkeit. Die einen fühlen sich gestresst durch die viele Arbeit in ihrem Beruf, die anderen durch die viele Arbeit zu Hause. Wieder andere glauben, dass diese Erschöpfung ihrem Alter geschuldet ist.

    Nichts davon ist richtig. Klar, dass gerade Menschen, die ihren Vollzeit-Job erledigen müssen und noch dazu Kinder haben oder einen älteren oder kranken Menschen betreuen viel zu tun haben. Mit der bleiernen Müdigkeit hat das nichts zu tun. Viel Arbeit gab es immer. Die Nachkriegsgeneration, die dieses Deutschland wieder aufgebaut hat, hatte Grund zur Erschöpfung. Was sie geleistet haben war immens.

    Heute ist das Leben bequemer geworden, dennoch fühlen sich viele Menschen überfordert, überarbeitet und gestresst. Sie sind so erschöpft, dass sie darüber ihre Lebensfreude verlieren. Jeder Tag ist Mühsal und Qual.

    Woher kommt diese chronische Erschöpfung?

    Meine Beobachtung dazu: 80 – 90 % meiner Patienten sind mangelernährt. Sie essen zu viele ungesunde Kohlenhydrate und zu wenig Eiweiß. Psychisch gesehen hängen sie dazu oft an kindlichen Schemata fest. Was das bedeutet, werde ich in weiteren Blogbeiträgen genauer beschreiben.

    Mangos, Papayas, Avocados kennt heute jeder und Nahrungsmittel sind immer verfügbar. Hungern muss niemand. Mangelernährt hingegen sind die meisten. Wann und wie Mangelernährung beginnt, woran man sie erkennt und welche fatalen Auswirkungen sie auf Körper und Gemüt hat ist hingegen ziemlich unklar.

    Mangelernährung macht dick und krank

    Lange kann der Körper einen Nährstoffmangel ausgleichen. Sobald er das nicht mehr kann, wird der Mensch krank – sowohl körperlich als auch psychisch. Dabei könnte sich jeder schlank und gesund essen – zumindest bis zu einem gewissen Grad.

    Viele stört in erster Linie das Übergewicht mehr als die Erschöpfung und sie glauben, durch Hungern und weniger Essen könnten sie abnehmen und dann fitter und leistungsfähiger werden. Doch genau das Gegenteil wird passieren. Denn durch Hungern baut sich in erster Linie Muskulatur ab und die Energie wird noch geringer.

    Hungern hält ohnehin kaum jemand aus. Fast alle, die durch Hungern abnehmen wollen finden sich spätestens am dritten Hungertag in einer entsetzlichen Fressattacke wieder und verschlingen alles, was ihnen in die Hände fällt. Bekannt als Jojo-Effekt.

    Zu bleierner Müdigkeit gesellen sich nun Frust, Reue und depressive Verstimmungen.

    Wie schwierig ist es, aus diesem Teufelskreis von Erschöpfung, Frust, Übergewicht und depressiver Verstimmung auszusteigen?

    Je länger der Mensch erschöpft ist, je ausgelaugter, je kränker, übergewichtiger und depressiver, umso länger ist der Weg zurück zu mehr Energie und Lebensqualität.

    Viele meiner Patienten sind erstaunt, wie einfach es ist, aus dem Teufelskreis der Erschöpfung auszusteigen. Doch wie geht das?

  • Depressionen – was ist das? Wie entstehen sie? Und wie verschwinden sie wieder?

    Depressionen – was ist das? Wie entstehen sie? Und wie verschwinden sie wieder?

    Was ist Depression?

    Bei Depression denkt jeder sofort an eine psychische Erkrankung. Denn depressive Menschen fühlen sich gedrückt, ängstlich, besorgt, traurig, entmutigt und vieles mehr. Depressive Menschen können zudem erschöpft und kraftlos sein, oder sogar Schmerzen am ganzen Körper haben.

    Antidepressiva – ein Allrounder?

    Depressiven Menschen wird in der Regel ein Psychopharmakum verordnet, also ein sogenannter selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer. Der soll dann die niedergedrückte Stimmung heben und den Antrieb fördern. Oder sogar gegen Schmerzen wirken. Seit 20 Jahren beobachte ich wie Psychopharmaka immer leichtfertiger verordnet werden. Und immer weniger kann ich bei meinen Patienten erkennen, dass sich die Depression verbessert, geschweige denn ausheilt. Jeden meiner Patienten, der Psychopharmaka einnimmt frage ich, ob er sich damit besser fühlt. Die meisten fühlen sich mit ihren Tabletten genauso schlecht wie davor.

    Zu dem gleichen Schluss kommt Peter C. Gotzsche in seinem Buch: „Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen – Wie Ärzte und Pharmamedizin die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen“.

    Während Gotzsche als Wissenschaftler die Wirkung von sog. Psychomitteln untersucht, bin ich der Praktiker. Ich beobachte, frage, ziehe Schlüsse und das Wichtigste: Ich behandle die Patienten und suche die Ursachen ihrer Erkrankungen. Dabei bin ich auf Erstaunliches gestoßen:

    Depressionen können körperlich, psychisch oder beides gleichzeitig sein

    Deshalb macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, lediglich ein Psychomittel zu verordnen ohne zu wissen, wie die Depression entstanden ist und warum sie sich so hartnäckig hält.

    Depressionen sind aus meiner Beobachtung heraus zu 80% körperlich und nur zu 20% psychisch. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Bei manchen ist ihre Depression rein körperlicher Natur, bei anderen hauptsächlich psychischer Natur.

    Die körperliche Depression und ihre zahlreichen Ursachen

    Die häufigste Ursache ist aus meiner Sicht ein ausgeprägter Nährstoffmangel, d.h. es fehlen lebenswichtige Eiweißbausteine, Vitamine und Mineralstoffe.

    Oft auch entzündliche Prozesse im Körper, ausgelöst durch Virusinfektionen oder bakterielle Infektionen, die nicht ausgeheilt sind, wie eine verschleppte Grippe oder der Epstein-Barr-Virus, um nur einige zu nennen.

    Oder eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Schwermetallvergiftung oder eine starke Übersäuerung von Muskulatur und Bindegewebe.

    Häufig ist auch ein kranker Darm oder ein ungünstiger Tablettencocktail für die Entstehung einer Depression mitverantwortlich.

    Die psychische Depression – oft verschwindet sie, wenn der Körper wieder fit ist

    Es ist immer wieder erstaunlich, zu beobachten, wie Depressionen verschwinden, wenn der Körper wieder fit wird. Das passiert oft, denn Depressionen haben meist körperliche Ursachen und viel weniger psychische Gründe.

    Die psychische Depression und die schwierige Suche nach der Ursache

    Selten sind Depressionen tatsächlich die Folge schlimmer Erlebnisse und abgespeicherter, verdrängter Traumata oder eines bedrohlichen Umfeldes. Es bedarf einer großen Erfahrung, Fingerspitzengefühl und manchmal auch etwas Glück, die meist versteckten Ursachen einer psychischen Depression aufzuspüren.

  • Der langsame Weg in die Arthrose

    Der langsame Weg in die Arthrose

    Die Arthrose entwickelt sich in ganz langsamen Schritten. Lange bemerkt sie niemand. Und wenn sie bemerkt wird, unternimmt keiner etwas dagegen. Der Körper ist ein einzigartiges Wunderwerk und gleicht vieles aus. Unser Immunsystem ist sehr schlau und schützt uns vor Erregern, verteidigt uns, heilt kleine und große Wunden. Macht uns fast ohne unser Zutun wieder gesund.

    Wie oft sind Kinder krank, rotzen, husten, haben Durchfall und erholen sich schnell wieder. Sie wachsen und gedeihen, egal was sie essen und werden groß.

    In der Jugend essen wir ungesundes Zeug, rauchen, feiern, trinken zu viel, schlafen und bewegen uns zu wenig. All das verzeiht unser Körper und erholt sich schnell wieder.

    Stress und Überforderung

    Das geht so lange gut, bis wir anfangen „abzubauen“. Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen sind die ersten Anzeichen. Oft fühlen sich Jugendliche schon schlapp, müde, gereizt, antriebslos und überfordert. Das heißt dann „Stress“.

    Der erste Schritt Richtung Arthrose ist getan: Lebenswichtige Vitalstoffe fehlen. Der Körper holt sie aus dem Bindegewebe und damit aus den Knorpeln. Im Gegenzug lagert er überschüssige Säuren in kristallisierter Form ins Gewebe ein. Zuerst links und rechts der Wirbelsäule, im Nacken, im unteren Rücken. Als Folge verkürzen sich die Muskeln, was zu Verspannungen führt.

    Wer jetzt nicht entsäuert, was an dieser Stelle noch sehr einfach ist mit etwas Kaisernatron oder Bullrich-Salz, Kohletabletten etc., geht den Weg in die Arthrose weiter.

    Die richtige Ernährung bei Arthrose

    Und wer auch noch zu viele Kohlenhydrate (Zucker, Obst, Brot, Nudeln…) und zu wenig Eiweiß und gesundes Fett isst, verhungert vor „vollen Tellern“. Viele nehmen dadurch auch noch an Gewicht zu, weil der ausgehungerte Körper ständig nach Nahrung verlangt, die ihn nährt und versorgt. Solange er die nicht bekommt, sucht er… Und sucht er… und isst und isst…

    Um gesund zu bleiben, brauchen wir zu Protein und Fett auch viele Vitamine. Wer hier Magerprodukte und Obst isst, hat vergessen, dass viele Vitamine fettlöslich sind, also nur zusammen mit Fett für den Körper verwertbar sind. Wer dauernd Hunger hat, ernährt sich falsch. Ganz einfach.

    Wenn die Knorpel hungrig sind

    So werden wir schlapp, müde, antriebslos, nehmen zu und die Knorpel hungern. Gelenke sind für unseren klugen Körper, unser kluges Immunsystem lange nicht überlebenswichtig.

    Wenn das Kreuz wehtut ist das unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich. Also bekommen erstmal die lebenswichtigen Organe die kostbaren Nährstoffe und die Knorpel müssen hungern. Wer hungert, nimmt ab. Das ist bei unseren unzähligen Knorpeln nicht anders.

    Da wir Menschen nie so viel zu essen hatten wie in unseren Zeiten, ist der Körper sparsam und sorgt für schlechte Zeiten vor. Er wandelt das unbrauchbare Essen in Mastfett und Säure um. Die Säure spürt man, da sie Muskeln verkürzt und Knorpel über die vielen Jahre hin zerreibt.

    Das Mastfett ist immer deutlicher an den Speckpolstern, am dicken Bauch, je nach Typ, zu sehen.

    Der Stoffwechsel wird langsamer und die Schmerzen schlimmer

    Das macht noch müder, schlapper, unbeweglicher. Schilddrüse und Leber sind überfordert. Das Übergewicht belastet vor allem die Kniee, die Sprunggelenke, den Rücken, die Hüften.

    Spätestens jetzt beginnt die Arthrose. Beim Treppensteigen tun die Kniee weh und morgens dauert es eine Zeit lang bis man sozusagen „in die Gänge“ kommt.

    Jetzt ist es allerhöchste Zeit gegenzusteuern. Aber wie?

    Während anfangs entsäuern mit Bullrich-Salz etc. reicht, muss hier die Ernährung dringend umgestellt werden. Obst, Magerprodukte, Süßkram, Kuchen, Brot, Nudeln müssen durch hochwertige Proteine, gesunde Fette und gesunde Kohlenhydrate ersetzt werden. Dazu muss noch mehr entsäuert werden. Bullrich und Kaiser-Natron reichen jetzt nicht mehr.

    Schilddrüse und Leber sind die für den Stoffwechsel wichtigen Organe. Die Schilddrüse ist unterversorgt, die Leber überlastet.

    Gesund Ernährung und Nahrungsergänzung – ein kräftiges Duett

    Die Schilddrüse braucht Jod, Zink, Selen. Die Leber Bitterstoffe, um besser arbeiten zu können. Bei den meisten Menschen geht’s hier ohne Nahrungsergänzung nicht mehr. Was dem Körper über Jahre gefehlt hat, kann er kaum mehr über „gesundes“ Essen aufnehmen.

    Manchmal sind Schilddrüse und Leber in einem so schlechten Zustand, dass zusätzlich Homöopathie notwendig ist.

    Die Arthrose wird immer deutlicher spürbar. Die Schmerzen nehmen zu. Das Übergewicht wird zum Problem. Schilddrüsentabletten werden verordnet, vielleicht schon Blutdrucksenker, Diabetesmittel, Blutverdünner. Und ja: Schmerzmittel wild gemischt zum Einnehmen, zum Einreiben, als Pflaster…

    Der Weg zurück geht immer noch. Doch nun müssen alle Register gezogen werden…

    Wie geht das? Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Ohne professionelle Unterstützung ist der Weg aus der Arthrose schwierig oder gar unmöglich.

Heilpraktikerin Barbara Schütz
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