Kategorie: Aus der Praxis

  • Herrmanns Schulterarthrose verschwindet nach 8 Behandlungen und wir verlieren Herrmann als Patienten – traurig und schön zugleich

    Herrmanns Schulterarthrose verschwindet nach 8 Behandlungen und wir verlieren Herrmann als Patienten – traurig und schön zugleich

    Herrmann besucht einen meiner Vorträge zu Arthrose. Er sitzt ganz vorne und hört gebannt zu und begreift sehr schnell. Für ihn ist klar: Es kann für seine Schulterarthrose eine Lösung geben.

    Kurz darauf kommt er in die Praxis. Er ist 75, war Sportlehrer und ist bis heute ein begeisterter Sportler. Seine Leidenschaft ist, trotz seines Alters, das Bouldern, also Klettern. Er besucht regelmäßig eine Kletterhalle. Doch allmählich machen seine Schultern nicht mehr mit. Die Schmerzen sind groß, die Arme kann er kaum mehr ausstrecken. Das Klettern wird zunehmend schwieriger. Aber nicht nur das. Die Schultern beginnen auch nachts zu schmerzen und lassen ihn oft wenig Schlaf finden.

    Schmerzmittel und Operation als einziger Ausweg?

    Der Hausarzt überweist ihn zum Orthopäden. Der macht ein MRT und stellt Schulterarthrose Grad 4 in beiden Schultern fest. Da könne man nichts mehr machen meint der Orthopäde und empfiehlt ihm Schmerzmittel und später eine Operation.

    Herrmann ist clever und hält nicht viel von Schmerzmitteln. Für ihn ist klar, das kann nicht die Lösung sein. Und operieren will er sich schon gleich gar nicht lassen.

    Herrmann ist schlank für sein Alter und wirkt etwas abgemagert. Trotz des lebenslangen Sportes ist seine Muskulatur nicht wirklich kräftig, was sich auch schnell erklären lässt. Herrmann ist seit vielen Jahren Vegetarier. Aus meiner Sicht hat er sowohl einen Eiweißmangel als auch einen ausgesprochenen Vitamin-B-Mangel, was er bestätigt, da sich der Vitamin-B-Mangel in seinen Blutwerten gezeigt hat. Ein Eiweißstatus wurde beim Arzt nicht veranlasst. Ärzte halten diesen wichtigen Parameter für unbedeutsam.

    Den Stoffwechsel „tunen“ und die Muskeln kräftigen

    Wir geben Herrmann ein Eiweißpräparat mit B-Vitaminen und „tunen“ seinen Stoffwechsel mit für ihn passenden Infusionen. Schnell wird Herrmann samt seiner Muskeln kräftiger.

    Die richtige Spritze an der richtigen Stelle – und die Schultern werden locker

    Für Schultern haben wir eine sehr schnell wirkende Therapie, die jeder Arzt ganz einfach machen könnte, aber nicht macht. Nebenwirkungsfrei in Sekunden oder ein Sekundenphänomen?

    Wir lockern Rücken, Arme und Schultern und helfen ihm dabei, die Arme weiter in die Höhe zu bringen. Mit den richtigen Übungen und weiteren Behandlungen wird Herrmann fitter, leistungsfähiger, beweglicher und das Beste: Seine Schultern werden gut.

    Endlich wieder bouldern – gesunde Schultern machen’s möglich

    Nach 8 Behandlungen ist Herrmann sehr zufrieden mit seinen Schultern. Er klettert wieder so wie seit Jahren nicht mehr und das in seinem Alter. So soll es sein: Immer in Bewegung bleiben und immer etwas für die Gesundheit tun. Sie ist und bleibt unser höchstes Gut.

    Herrmann braucht uns nicht mehr und schweren Herzens verabschieden wir ihn. Er ist uns, wie viele unserer Patienten, ans Herz gewachsen.

    Haben Sie ähnliche Probleme? Bleiben Sie hartnäckig und geben Sie sich nicht mit Schmerzmitteln und Operationen zufrieden. Ihr Arzt weiß mehr.

    Oder fragen Sie uns. Vereinbaren Sie einen Telefontermin.

  • Arthrose und Psyche – wie hängen sie zusammen?

    Arthrose und Psyche – wie hängen sie zusammen?

    Arthrose beginnt meist mit Rückenschmerzen und einem verspannten Nacken. Im Laufe der Zeit dehnen sich die Rückenschmerzen aus und können einen Bandscheibenvorfall auslösen oder durch die starke Spannung im gesamten Rücken den Ischiasnerv einquetscht. Das ist sehr schmerzhaft und in manchen Fällen nur noch durch eine Operation zu lösen.

    Stress, Kummer, Sorgen, Ängste – was haben sie mit Arthrose zu tun?

    Der Volksmund beschreibt die psychischen Ursachen für Krankheiten sehr gut. Gelernt hat der Mensch durch Beobachtung, nicht durch ein Medizinstudium. Wer kennt das nicht:

    Und vieles mehr…

    Schon immer haben Menschen die Zusammenhänge zwischen körperlichem Leid und Sorgen, Nöten, Kummer, Überlastung und Ängsten beobachtet.

    Das war und ist klug, denn es ist bis heute die richtige Schlussfolgerung. Krankheiten haben Ursachen. Auch Arthrose hat psychische Ursachen. Bei dem einen ist es der Rücken, beim anderen die Knie, bei wieder anderen die Hüften oder die Schultern.

    Grundsätzlich ist Arthrose eine Ganzkörpererkrankung. Dennoch ist häufig das ein- oder andere Gelenk besonders betroffen.

    Körper, Geist und Seele parallel behandeln

    Das gilt insbesondere für Arthrose. Meiner Erfahrung nach gibt es immer einen psychischen Anteil an der Entstehung von Arthrose. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Die Frage ist, wo beginnen? An den körperlichen Ursachen der Arthrose wie Mangelernährung, zu hoher Zuckerkonsum oder jahrelange Übersäuerung oder die psychische Ursache finden und abstellen oder auflösen?

    Arthrose körperlich oder psychisch?

    Im Prinzip ist es egal, wo jemand anfängt. Wichtig ist, dass er anfängt. Die Königsdisziplin ist, Körper, Geist und Seele parallel behandeln.

    Wer die Ursachen von Arthrose versteht und Zusammenhänge erkennt, kann selbst sehr viel tun, dass er gesünder wird. Das Leben in der Gegenwart kann jeder verändern. Dazu ist eine genaue Betrachtung nötig. Ist der Job der richtige, die Partnerschaft okay, Sorgen und Existenzängste begründet? Was lässt sich ändern?

    Arthrose als Folge von Stress

    Stress ist alles, was den Körper besonders fordert und kurzfristig auf Kampf und Flucht einstellt. Dazu schüttet die Nebenniere vermehrt Cortisol aus. Ist der Stress vorbei beruhigt sich das System und alles ist gut.

    Wird Stress zur Dauerbelastung übersäuert der Körper, kristallisiert die Säuren und lagert sie in Gewebe und Gelenke ein. Die Muskeln verspannen und verkürzen, der Druck auf die Gelenke erhöht sich und Säurekristalle zerreiben die Knorpel. Das ist die Sehr-Kurz-Version.

    Die Lösung: Den Stress beenden, die Säuren mit geeigneten Mitteln binden und aus Gewebe und Knorpel holen. Das ist auch die Sehr-Kurz-Version.

    Arthrose als Folge von Schock

    Schock ist ein plötzliches extremes Erschrecken, das kurzzeitig das menschliche System in ein Super-Notprogramm umschaltet, bei dem es nur um Eines geht: Ums Überleben. Dazu schüttet die Nebenniere Adrenalin aus, was uns kurzzeitig übermenschliche Kräfte verleiht. Das ist der Grund dafür, dass schwerverletzte Menschen nach Unfällen mit gebrochenen Gliedmaßen und großen Wunden trotzdem noch gehen können und kaum bluten. Ein Schock kann tödlich enden, wenn die Adrenalin-Produktion nicht wieder eingefangen wird und Rettung kommt.

    Schock als Reaktion auf schreckliche Nachrichten wie Tod oder schwere Krankheit eines geliebten Menschen, plötzlicher finanzieller Ruin, Kündigung aus heiterem Himmel und ähnlichem löst dieselbe Stressreaktion mit erhöhter Adrenalinausschüttung aus.

    Arthrose als Folge eines Traumas

    Ein Trauma ist nichts anderes als eine Wunde, eine Verletzung, die nie verarbeitet wird, weil sie so schlimm ist. Das kann sexueller Missbrauch sein, fehlende Vater- oder Mutterliebe, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz oder Existenzangst.

    Traumen erzeugen Angst und Angst aktiviert das Kampf- und Fluchthormon Cortisol. Cortisol steigert Herzschlag- und Blutdruck. Blut und Zucker versorgen die Muskeln und werden aus den Verdauungsorganen abgezogen. Hört die Angst nicht auf, verkrampfen die Muskeln und der Körper übersäuert. Wieder kristallisiert die Säure und lagert sich in Gewebe, Muskulatur und Gelenke ein.

    Stress, Schock und Trauma – die psychischen Ursachen der Übersäuerung

    Wer körperlich sehr gesund ist kann mit Stress, Schock und Trauma umgehen und mit der Zeit die schreckliche Erfahrung als Erinnerung ohne Emotion ablegen. Ist der Stress zu übermächtig, der Schock zu tiefgreifend oder das Trauma besonders schlimm, legt er Schock, Trauma oder Stress in die Tiefen seines Unterbewusstseins ab. Wie eine Datei auf dem Computer speichert er die Daten ab. So bleibt ein Dauerstress aus dem Unterbewusstsein. Das kostet Kraft und führt zu dauerhafter Übersäuerung.

    Besonders betroffen sind diejenigen Gelenke, die damit in Verbindung stehen. Also der Rücken für eine besonders schwere Last, die Kniee für eine Zeit, in der man die traumatische Situation nicht „durchstehen“ konnte. Die Hüften für jegliches Fehlen von Lebensfreude, die Schultern für die Last, die unerträglich war und so weiter.

    Jedes Gelenk hat so seine ganz eigene Geschichte.

  • Wunschgewicht oder: Die Henne und das Ei – wer war zuerst da?

    Wunschgewicht oder: Die Henne und das Ei – wer war zuerst da?

    Abnehmen und gesund werden oder gesund werden und abnehmen?

    Meiner Erfahrung nach gehören Abnehmen und Gesund werden zusammen. Wer etwas übergewichtig ist und sich dabei gesund fühlt, lebensfroh und gelassen, der sollte sich glücklich schätzen und genauso weitermachen wie bisher. Er hat fühlbar alles richtig gemacht. Viele Menschen sind unglücklich mit ihrem Übergewicht. Und zwar deshalb weil sie das Übergewicht verantwortlich machen dafür, dass sie sich so elend fühlen. Ich glaube nicht, dass es nur das Gewicht ist, das beispielsweise Rücken- oder Knieschmerzen macht. Schlanke Menschen haben dieselben Schmerzen. Schlanksein schützt also nicht gegen Kranksein.

    Das Metabolische Syndrom, Übergewicht und langsamer Stoffwechsel

    Die Medizin hat Metabolisches Syndrom so definiert: Fettstoffwechselstörung, dicker Bauch, Diabetes 2 und hoher Blutdruck. Das ist gefährlich lt. Medizin, denn diese Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

    Ich habe das sog. Metabolische Syndrom erweitert, denn stark übergewichtige Menschen erzählen allesamt von ähnlichen Beschwerden. Ganz typisch für sie sind Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Atemnot, die sie vor allem beim Treppensteigen spüren ebenso wie sie anfänglich die Knieschmerzen vor allem beim Treppensteigen bemerken. Schwere Beine, Lymphödeme und manchmal sogar Lipödeme sind oft mit dabei. Verstopfung, Durchfall oder beides im Wechsel verbunden mit Sodbrennen gehören auch mit dazu. Fast alle fühlen sich total erschöpft bis hin zur Depression.

    Die meisten behandelnden Ärzte verordnen Blutdrucksenker, Cholesterinsenker, Wassertabletten, Pantoprazol, Metformin und bei Bedarf Schmerzmittel und Stützstrümpfe. Sie raten: Abnehmen und Sport treiben. Da habe ich sofort das Bild von The Biggest Loser vor mir, da werden dicke Menschen derartig gequält und gedemütigt, dass ich bei solchen Sendungen sofort ausschalte. Wie immer meine Meinung dazu: Hungern und Sport ist genau das, was diese Menschen nicht brauchen. Ich finde, es geht genau anders herum. Ob Sie das nun glauben oder nicht. Ich finde, diese stark übergewichtigen Menschen sollten keinen Sport treiben, erlaubt sind kleine Spaziergänge und leichte Bewegung. Statt zu hungern sollten sie essen. Aber gemäß ihrem Stoffwechseltyp und Drüsentyp. Alle schwer übergewichtigen Menschen sind Eiweißtypen, unterscheiden sich jedoch in den Drüsentypen. Entweder Nebenniere oder Eierstöcke oder die Hypophyse sind diejenigen Drüsen, die unterschiedlich dominant sind. Schilddrüsentypen nehmen selten zu, die lasse ich deshalb aus. Nebennierentypen nehmen mit Kaffee zu und Ovarientypen, wenn sie Milchprodukte essen. Nicht alle aber viele.

    Vor Corona bot ich zusammen mit meiner Assistentin Dani alle 14 Tage einen Wunschgewicht-Kurs an. Bewusst nannte ich diese Kurse nicht Abnehmkurse. Zu Beginn des Kurses bestimmten wir den jeweiligen Drüsen- und Stoffwechseltyp und die dazu passende Ernährung. Die Teilnehmer durften alles essen. Und bei mir galt wie immer: Essen hat 3 Aufgaben: Es muss schmecken, satt machen und die Zellen gesund ernähren. Aus meiner Sicht war das Konzept sehr einfach. 3 Mahlzeiten pro Tag, immer 5 Stunden Pause dazwischen, sich nach schmackhaftem Essen gesund und satt fühlen. Für die Teilnehmer war es schwieriger als von mir gedacht.

    Kann einfach schwierig sein?

    Ja, kann es. Was haben wir von unseren Kursteilnehmern erfahren? Übergewichtige Menschen haben fast alle Diäten durch mit dem Ergebnis, dass sie meist scheitern und nach der Diät schwerer sind als davor. Sie haben geradezu panische Angst vor Fett, essen vorwiegend Magerquark, Magerjoghurt, mageren Käse und trinken Magermilch. Sie essen viel Obst, da sie von allen Seiten hören, dass Obst gesund ist und wenig Kalorien hat. Die meisten von ihnen frühstücken nicht. Eier essen sie wegen Cholesterin kaum, Wurst ist fett und ungesund und Schweinebraten der Inbegriff ungesunden Essens. Wenn Fleisch, dann Hähnchenbrust. Alle Wunschgewicht-Teilnehmer wussten, wie gesund Fisch ist, gegessen haben sie ihn trotzdem nicht. Das war sehr interessant. Wie immer habe ich von meinen Patienten gelernt. Ihnen sei hier nochmal Dank.

    Essen aus Frust, Stress und Angst – meine 1. Erkenntnis

    Wer nicht abnimmt, dann aus folgenden Gründen: Die ständige Angst vor weiterer Gewichtszunahme verhindert, dass Übergewichtige aus Lust und Freude nach ihrem ganz persönlichen Bedürfnis essen. Da sie von Glaskugel-Ernährungswissenschaftlern, den Marketingprofis der Nahrungsmittelindustrie und den Medien ununterbrochen hören, wie schlimm Fett und Fleisch ist, essen sie vorwiegend Kohlenhydrate und Zucker, was die eigentlichen Dickmacher sind. Die Angst vor nahrhaftem Essen ist ebenso tief in ihrem Bewusstsein wie in ihrem Unterbewusstsein abgespeichert. Es ist ihnen nicht klar, dass sie Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate im Verhältnis 30/20/50 brauchen. Sie wissen auch nicht, dass Fertigprodukte wahre Zuckerbomben sind, ebenso wenig wissen sie, dass in fettarmen bzw. Light-Produkten die Fette mit Kohlenhydraten ersetzt werden. Für die Industrie ist das ein sehr gutes Geschäft, da Kohlenhydrate billiger sind als Eiweiß und Fett. Kohlenhydrate füllen, aber machen nicht satt. Übrigens sind meine Erkenntnisse nicht wissenschaftlich bewiesen. Es sind lediglich meine Erkenntnisse.

    2. Erkenntnis: Wer abnehmen will, braucht Nährstoffe

    Denn nur wer satt ist und nicht nur voll hat genügend Nährstoffe aufgenommen. Wer nicht satt ist, hungert ständig nach den Nährstoffen, die ihm fehlen. Wer gestresst ist, braucht mehr Nährstoffe. Daher sind die wichtigsten Partner zum Erreichen des Wunschgewichts: Nährstoffe und Entspannung.

  • Arthrose – die schmerzenden Gelenke und warum sie weh tun

    Arthrose – die schmerzenden Gelenke und warum sie weh tun

    Schmerzen entstehen durch Entzündungen. Doch woher kommen diese Entzündungen und warum spürt man sie gerade so sehr an den Gelenken? Und was haben sie mit Gelenkverschleiß zu tun?

    Übersäuerung – die Ursache von Gelenkschmerzen und Arthrose?

    Übersäuerung ist aus meiner Sicht und Erfahrung die Hauptursache für die Entstehung von Arthrose. Anfangs macht Übersäuerung wenig Probleme und kaum Schmerzen. Rücken- und Nackenschmerzen sind die ersten Anzeichen. Säuren kristallisieren und lagern sich bevorzugt entlang der Wirbelsäule, in Muskulatur und Bindegewebe ein. Sie haften an den Zellwänden und lösen sich von dort schwer wieder.

    Kristallisierte Säuren verhärten das Gewebe, verkürzen die Muskeln und setzen sich an Sehnen- und Muskelansätzen fest. Das führt zu Schmerzen bei Bewegungen. Schließlich lagern sich die kristallisierten Säuren fest in die Knorpel ein, verursachen dort Entzündungen und zerreiben schließlich die Gelenkknorpel. Das tut richtig weh.

    Durch die Übersäuerung werden Gelenke immer steifer und verhärteter, die Muskeln kürzer und die Sehnen entzünden sich, was Schmerzen auslöst.

    Schmerzhafte Entzündung – das Immunsystem wehrt sich

    Unser Körper versucht sich selbst zu helfen, indem er die Säurekristalle unter Eiter setzt, was heißt, es kommt zu großen Entzündungen, Schwellungen und Röte. So kann er über das Immunsystem Säuren in begrenzter Menge lösen. Allerdings ist das gerade bei Arthroseschmerzen ein Notprogramm.

    Der Gichtanfall – so versucht der Körper Säuren zu lösen.

    Bei Gicht ist es vor allem die kristallisierte Harnsäure, die in den Gelenken sitzt. Wenn das Gelenk voller Harnsäurekristalle ist, löst sich ein kleiner Teil durch eine sehr schmerzhafte Entzündung mit den klassischen Entzündungszeichen: Hitze, Röte, Schwellung… Und besonders gemeinen Schmerzen.

    Bei akutem Gichtanfall hilft wenig

    Denn der Körper braucht dieses schmerzhafte Notprogramm, um Säurekristalle zu entsorgen. Manche Ärzte spritzen Cortison in das entzündete Gelenk, was die Entzündung zurückdrängt und die Ursache verschlimmert. Denn Cortison zerstört Gewebe, Muskeln und Knorpel. Was anfangs wirkt ist später noch schlimmer. Denn Gewebe regeneriert sich nur in einem gesunden Umfeld.

    Arthrose und Gicht – die Ursache sind kristallisierte Säuren

    Unterschiedliche Säuren – unterschiedliche Beschwerden. Welche Schmerzen welche Säure verursacht ist bis heute unbekannt. Unbekannt ist zudem, dass eingelagerte Säuren die Knorpel zerstören und mittelfristig zu Arthrose führen.

    Übersäuerung – was der Körper selber tut

    Ein Gichtanfall oder Arthrose, bei der Knorpel zerrieben werden und die daraus folgenden Schmerzen sind die schlimmsten Symptome einer Übersäuerung. Doch vorher wehrt sich der Körper lange Zeit.

    Manchmal sind Schilddrüse und Leber in einem so schlechten Zustand, dass zusätzlich Homöopathie notwendig ist.

    Er verdünnt die Säuren und hält Wasser im Gewebe zurück, weshalb Gewebe anschwillt. Wasser hat einen neutralen pH-Wert und kann Säuren binden.

    Schwere Beine sind eine unangenehme Folge von jahrelanger Übersäuerung. Als nächstes holt sich das Blut das wertvolle Calcium aus den Knochen. Calcium als Kalk ist basisch, weshalb es hilft, Säuren im besten Fall zu neutralisieren oder zumindest etwas milder zu machen, damit über Blut, Lymphe und Nieren ein Teil der flüssigen Säuren ausgeschieden werden kann.

    Osteoporose und Arthrose gehen Hand in Hand

    Da die Knochen hauptsächlich aus Calcium bestehen sind sie der letzte Speicher, aus dem der Körper das basische Calcium löst, um die Säurefluten, die aus Mangelernährung und Stress entstehen, zu mildern. Die Folge sind Kalkeinlagerungen in den Gefäßwänden, die oft zu Bluthochdruck, Herzschwäche und Überwässerung führen.

    Die Gefäße werden mit dem eingelagerten Kalk enger und es entsteht die sog. Atherosklerose, was nichts anderes heißt, als dass Blutgefäße verkalken. Früher sprach man bei alten Menschen, die dement wurden von: Er oder sie „verkalkt“ allmählich. Heute heißt dieser Prozess Demenz oder Alzheimer. Man spricht von Plaques im Gehirn, ohne die genaue Ursache zu wissen.

    Bluthochdruck und Übersäuerung

    Verengte Blutgefäße und Atherosklerose führen zu Bluthochdruck. Die Gefäße sind durch den Kalk aus den Knochen, der gebraucht wird, um das Blut basisch zu halten, eng und unelastisch. So muss das Herz stärker schlagen, um Blut in Hirn, Organe und Extremitäten zu pumpen. Es gehören noch weitere Auslöser dazu. Doch Übersäuerung, kristallisierte Säuren und der Kalk aus den Knochen sind ein großer Teil davon.

    Demenz und Alzheimer – die letzte Folge jahrzehntelanger Übersäuerung

    Es ist zu einfach, zu behaupten, Alzheimer und Demenz kämen letztlich von einer jahrzehntelangen Übersäuerung. Vermutlich sind andere Entzündungen mit daran beteiligt. Doch Atherosklerose ist aus meiner Sicht die logische Folge von Übersäuerung, verbunden mit dem Kalkabbau aus den Knochen als nachvollziehbare Gegenmaßnahme des Körpers.

    Arthrose, Bluthochdruck, Gicht, Osteoporose und Demenz – die Säure ist mit verantwortlich

    Die entscheidende Frage: Wie können Sie entsäuern?

  • Arthrose – Stiefkind der Orthopäden, Liebling der Chirurgen

    Arthrose – Stiefkind der Orthopäden, Liebling der Chirurgen

    Wenn Rücken, Hüften, Knie, Schultern oder Hände immer weher tun suchen Betroffene erstmal den Rat ihres Hausarztes. Dieser überweist zum Orthopäden. Dort passiert regelmäßig das Gleiche: ein MRT wird angeordnet, das eine der zahlreichen Helferinnen ausführt. Der Orthopäde stellt Pi mal Daumen den Arthrosegrad fest. In der Regel Arthrosegrad 4. Warum? Weil vorher die Arthrose lange nicht weh tut.

    Wer geht schon ohne Schmerzen zum Arzt? Behandlungsmöglichkeiten gibt es kaum. Die Arthroseleitlinien sind dürftig. In den Leitlinien ist Leistungssport als sehr empfehlenswert eingestuft. Doch wer macht mit schmerzenden und entzündeten Knien Leistungssport? Physiotherapie, Wärme- oder Kältetherapie sollen ebenfalls wirksam sein. So gibt es meist ein Rezept für gerade mal 6 Behandlungen beim Physiotherapeuten. Dann ist das Budget erstmal erschöpft.

    Schmerzmittel sind keine langfristige Lösung

    Schmerzmittel werden fast immer verordnet und gerne angenommen. Sie gelten in den Leitlinien als empfehlenswert und helfen anfangs recht gut. Die schädlichen Nebenwirkungen wie zerstörte Nieren durch Diclofenac und Voltaren kommen erst viel später. Nierenschäden sind schmerzlos, daher besonders tückisch. Schmerzmittel unterdrücken das Symptom, also den Schmerz. Heilen tun sie nicht.

    Künstliche Gelenke – der Weisheit letzter Schluss?

    Cortison mit all seinen Nebenwirkungen sind gemäß Leitlinie kaum zu empfehlen. Hyaluron hat in Studien keine nachhaltige Wirkung ergeben. Arthrose gilt bis zum heutigen Tag als unheilbar. Durch die wenigen Behandlungen kann eine Operation, also ein künstliches Gelenk, länger hinausgezögert werden. Letztlich ist eine Operation laut Leitlinie der Weisheit letzter Schluss. Wer will schon ein künstliches Gelenk, wenn es anders geht?

    45 % der Patienten sind nicht zufrieden nach der Operation

    Viele haben nach wie vor Schmerzen und sind in der Bewegung eingeschränkt. Zudem ist vor allem die Knieoperation eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Es dauert lange, bis sich der Körper von diesen Strapazen wieder erholt. Die Narben sind groß. Nicht jeder verträgt so viel Metall im Körper. Immer wieder gibt es Fälle, bei denen das Kunstgelenk wieder entfernt werden muss. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Einige sind allergisch gegen das Metall. Wieder andere leiden unter einer massiven Schwermetallvergiftung im Körper, im Gewebe und im Blut mit all ihren Begleiterscheinungen.

    Wie oft haben mir Patienten erzählt, dass sie mit multiresistenten Keimen kämpfen mussten und die daraus folgenden Entzündungen dazu führten, dass das Kunstgelenk wieder entfernt werden musste.

    Alles tun was geht

    Ich finde, alle Möglichkeiten einer sanften Therapie sollten dringend ausgeschöpft werden, bevor sich ein Arthrosepatient operieren lässt. Eigentlich schade, dass die Leitlinien so eng gegriffen sind. Warum nicht alles tun, um Arthrose sanft und angenehm zu verbessern? Ich habe so oft erlebt, wie bei vielen meiner Patienten nach und nach die Schmerzen nachließen und das Gelenk beweglicher wurde. So mancher fühlt sich als geheilt.

    Meine Meinung: Alles tun, um eine Operation zu vermeiden. Lebensqualität ohne Operation – das ist mein Ziel und das meiner Patienten. Ob es gelingt? Jede Verbesserung lohnt sich.

  • Chronisch erschöpft, müde und ausgelaugt – wie ein langsamer Stoffwechsel das tägliche Leben zur Qual macht

    Chronisch erschöpft, müde und ausgelaugt – wie ein langsamer Stoffwechsel das tägliche Leben zur Qual macht

    Die Zahl der Patienten, die unter chronischer Müdigkeit leiden wird immer größer und die Erschöpften immer jünger.

    Jede Altersgruppe findet so ihre ganz eigene Erklärung für ihre bleierne Müdigkeit. Die einen fühlen sich gestresst durch die viele Arbeit in ihrem Beruf, die anderen durch die viele Arbeit zu Hause. Wieder andere glauben, dass diese Erschöpfung ihrem Alter geschuldet ist.

    Nichts davon ist richtig. Klar, dass gerade Menschen, die ihren Vollzeit-Job erledigen müssen und noch dazu Kinder haben oder einen älteren oder kranken Menschen betreuen viel zu tun haben. Mit der bleiernen Müdigkeit hat das nichts zu tun. Viel Arbeit gab es immer. Die Nachkriegsgeneration, die dieses Deutschland wieder aufgebaut hat, hatte Grund zur Erschöpfung. Was sie geleistet haben war immens.

    Heute ist das Leben bequemer geworden, dennoch fühlen sich viele Menschen überfordert, überarbeitet und gestresst. Sie sind so erschöpft, dass sie darüber ihre Lebensfreude verlieren. Jeder Tag ist Mühsal und Qual.

    Woher kommt diese chronische Erschöpfung?

    Meine Beobachtung dazu: 80 – 90 % meiner Patienten sind mangelernährt. Sie essen zu viele ungesunde Kohlenhydrate und zu wenig Eiweiß. Psychisch gesehen hängen sie dazu oft an kindlichen Schemata fest. Was das bedeutet, werde ich in weiteren Blogbeiträgen genauer beschreiben.

    Mangos, Papayas, Avocados kennt heute jeder und Nahrungsmittel sind immer verfügbar. Hungern muss niemand. Mangelernährt hingegen sind die meisten. Wann und wie Mangelernährung beginnt, woran man sie erkennt und welche fatalen Auswirkungen sie auf Körper und Gemüt hat ist hingegen ziemlich unklar.

    Mangelernährung macht dick und krank

    Lange kann der Körper einen Nährstoffmangel ausgleichen. Sobald er das nicht mehr kann, wird der Mensch krank – sowohl körperlich als auch psychisch. Dabei könnte sich jeder schlank und gesund essen – zumindest bis zu einem gewissen Grad.

    Viele stört in erster Linie das Übergewicht mehr als die Erschöpfung und sie glauben, durch Hungern und weniger Essen könnten sie abnehmen und dann fitter und leistungsfähiger werden. Doch genau das Gegenteil wird passieren. Denn durch Hungern baut sich in erster Linie Muskulatur ab und die Energie wird noch geringer.

    Hungern hält ohnehin kaum jemand aus. Fast alle, die durch Hungern abnehmen wollen finden sich spätestens am dritten Hungertag in einer entsetzlichen Fressattacke wieder und verschlingen alles, was ihnen in die Hände fällt. Bekannt als Jojo-Effekt.

    Zu bleierner Müdigkeit gesellen sich nun Frust, Reue und depressive Verstimmungen.

    Wie schwierig ist es, aus diesem Teufelskreis von Erschöpfung, Frust, Übergewicht und depressiver Verstimmung auszusteigen?

    Je länger der Mensch erschöpft ist, je ausgelaugter, je kränker, übergewichtiger und depressiver, umso länger ist der Weg zurück zu mehr Energie und Lebensqualität.

    Viele meiner Patienten sind erstaunt, wie einfach es ist, aus dem Teufelskreis der Erschöpfung auszusteigen. Doch wie geht das?

  • Depressionen – was ist das? Wie entstehen sie? Und wie verschwinden sie wieder?

    Depressionen – was ist das? Wie entstehen sie? Und wie verschwinden sie wieder?

    Was ist Depression?

    Bei Depression denkt jeder sofort an eine psychische Erkrankung. Denn depressive Menschen fühlen sich gedrückt, ängstlich, besorgt, traurig, entmutigt und vieles mehr. Depressive Menschen können zudem erschöpft und kraftlos sein, oder sogar Schmerzen am ganzen Körper haben.

    Antidepressiva – ein Allrounder?

    Depressiven Menschen wird in der Regel ein Psychopharmakum verordnet, also ein sogenannter selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer. Der soll dann die niedergedrückte Stimmung heben und den Antrieb fördern. Oder sogar gegen Schmerzen wirken. Seit 20 Jahren beobachte ich wie Psychopharmaka immer leichtfertiger verordnet werden. Und immer weniger kann ich bei meinen Patienten erkennen, dass sich die Depression verbessert, geschweige denn ausheilt. Jeden meiner Patienten, der Psychopharmaka einnimmt frage ich, ob er sich damit besser fühlt. Die meisten fühlen sich mit ihren Tabletten genauso schlecht wie davor.

    Zu dem gleichen Schluss kommt Peter C. Gotzsche in seinem Buch: „Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen – Wie Ärzte und Pharmamedizin die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen“.

    Während Gotzsche als Wissenschaftler die Wirkung von sog. Psychomitteln untersucht, bin ich der Praktiker. Ich beobachte, frage, ziehe Schlüsse und das Wichtigste: Ich behandle die Patienten und suche die Ursachen ihrer Erkrankungen. Dabei bin ich auf Erstaunliches gestoßen:

    Depressionen können körperlich, psychisch oder beides gleichzeitig sein

    Deshalb macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, lediglich ein Psychomittel zu verordnen ohne zu wissen, wie die Depression entstanden ist und warum sie sich so hartnäckig hält.

    Depressionen sind aus meiner Beobachtung heraus zu 80% körperlich und nur zu 20% psychisch. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Bei manchen ist ihre Depression rein körperlicher Natur, bei anderen hauptsächlich psychischer Natur.

    Die körperliche Depression und ihre zahlreichen Ursachen

    Die häufigste Ursache ist aus meiner Sicht ein ausgeprägter Nährstoffmangel, d.h. es fehlen lebenswichtige Eiweißbausteine, Vitamine und Mineralstoffe.

    Oft auch entzündliche Prozesse im Körper, ausgelöst durch Virusinfektionen oder bakterielle Infektionen, die nicht ausgeheilt sind, wie eine verschleppte Grippe oder der Epstein-Barr-Virus, um nur einige zu nennen.

    Oder eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Schwermetallvergiftung oder eine starke Übersäuerung von Muskulatur und Bindegewebe.

    Häufig ist auch ein kranker Darm oder ein ungünstiger Tablettencocktail für die Entstehung einer Depression mitverantwortlich.

    Die psychische Depression – oft verschwindet sie, wenn der Körper wieder fit ist

    Es ist immer wieder erstaunlich, zu beobachten, wie Depressionen verschwinden, wenn der Körper wieder fit wird. Das passiert oft, denn Depressionen haben meist körperliche Ursachen und viel weniger psychische Gründe.

    Die psychische Depression und die schwierige Suche nach der Ursache

    Selten sind Depressionen tatsächlich die Folge schlimmer Erlebnisse und abgespeicherter, verdrängter Traumata oder eines bedrohlichen Umfeldes. Es bedarf einer großen Erfahrung, Fingerspitzengefühl und manchmal auch etwas Glück, die meist versteckten Ursachen einer psychischen Depression aufzuspüren.

  • Der langsame Weg in die Arthrose

    Der langsame Weg in die Arthrose

    Die Arthrose entwickelt sich in ganz langsamen Schritten. Lange bemerkt sie niemand. Und wenn sie bemerkt wird, unternimmt keiner etwas dagegen. Der Körper ist ein einzigartiges Wunderwerk und gleicht vieles aus. Unser Immunsystem ist sehr schlau und schützt uns vor Erregern, verteidigt uns, heilt kleine und große Wunden. Macht uns fast ohne unser Zutun wieder gesund.

    Wie oft sind Kinder krank, rotzen, husten, haben Durchfall und erholen sich schnell wieder. Sie wachsen und gedeihen, egal was sie essen und werden groß.

    In der Jugend essen wir ungesundes Zeug, rauchen, feiern, trinken zu viel, schlafen und bewegen uns zu wenig. All das verzeiht unser Körper und erholt sich schnell wieder.

    Stress und Überforderung

    Das geht so lange gut, bis wir anfangen „abzubauen“. Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen sind die ersten Anzeichen. Oft fühlen sich Jugendliche schon schlapp, müde, gereizt, antriebslos und überfordert. Das heißt dann „Stress“.

    Der erste Schritt Richtung Arthrose ist getan: Lebenswichtige Vitalstoffe fehlen. Der Körper holt sie aus dem Bindegewebe und damit aus den Knorpeln. Im Gegenzug lagert er überschüssige Säuren in kristallisierter Form ins Gewebe ein. Zuerst links und rechts der Wirbelsäule, im Nacken, im unteren Rücken. Als Folge verkürzen sich die Muskeln, was zu Verspannungen führt.

    Wer jetzt nicht entsäuert, was an dieser Stelle noch sehr einfach ist mit etwas Kaisernatron oder Bullrich-Salz, Kohletabletten etc., geht den Weg in die Arthrose weiter.

    Die richtige Ernährung bei Arthrose

    Und wer auch noch zu viele Kohlenhydrate (Zucker, Obst, Brot, Nudeln…) und zu wenig Eiweiß und gesundes Fett isst, verhungert vor „vollen Tellern“. Viele nehmen dadurch auch noch an Gewicht zu, weil der ausgehungerte Körper ständig nach Nahrung verlangt, die ihn nährt und versorgt. Solange er die nicht bekommt, sucht er… Und sucht er… und isst und isst…

    Um gesund zu bleiben, brauchen wir zu Protein und Fett auch viele Vitamine. Wer hier Magerprodukte und Obst isst, hat vergessen, dass viele Vitamine fettlöslich sind, also nur zusammen mit Fett für den Körper verwertbar sind. Wer dauernd Hunger hat, ernährt sich falsch. Ganz einfach.

    Wenn die Knorpel hungrig sind

    So werden wir schlapp, müde, antriebslos, nehmen zu und die Knorpel hungern. Gelenke sind für unseren klugen Körper, unser kluges Immunsystem lange nicht überlebenswichtig.

    Wenn das Kreuz wehtut ist das unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich. Also bekommen erstmal die lebenswichtigen Organe die kostbaren Nährstoffe und die Knorpel müssen hungern. Wer hungert, nimmt ab. Das ist bei unseren unzähligen Knorpeln nicht anders.

    Da wir Menschen nie so viel zu essen hatten wie in unseren Zeiten, ist der Körper sparsam und sorgt für schlechte Zeiten vor. Er wandelt das unbrauchbare Essen in Mastfett und Säure um. Die Säure spürt man, da sie Muskeln verkürzt und Knorpel über die vielen Jahre hin zerreibt.

    Das Mastfett ist immer deutlicher an den Speckpolstern, am dicken Bauch, je nach Typ, zu sehen.

    Der Stoffwechsel wird langsamer und die Schmerzen schlimmer

    Das macht noch müder, schlapper, unbeweglicher. Schilddrüse und Leber sind überfordert. Das Übergewicht belastet vor allem die Kniee, die Sprunggelenke, den Rücken, die Hüften.

    Spätestens jetzt beginnt die Arthrose. Beim Treppensteigen tun die Kniee weh und morgens dauert es eine Zeit lang bis man sozusagen „in die Gänge“ kommt.

    Jetzt ist es allerhöchste Zeit gegenzusteuern. Aber wie?

    Während anfangs entsäuern mit Bullrich-Salz etc. reicht, muss hier die Ernährung dringend umgestellt werden. Obst, Magerprodukte, Süßkram, Kuchen, Brot, Nudeln müssen durch hochwertige Proteine, gesunde Fette und gesunde Kohlenhydrate ersetzt werden. Dazu muss noch mehr entsäuert werden. Bullrich und Kaiser-Natron reichen jetzt nicht mehr.

    Schilddrüse und Leber sind die für den Stoffwechsel wichtigen Organe. Die Schilddrüse ist unterversorgt, die Leber überlastet.

    Gesund Ernährung und Nahrungsergänzung – ein kräftiges Duett

    Die Schilddrüse braucht Jod, Zink, Selen. Die Leber Bitterstoffe, um besser arbeiten zu können. Bei den meisten Menschen geht’s hier ohne Nahrungsergänzung nicht mehr. Was dem Körper über Jahre gefehlt hat, kann er kaum mehr über „gesundes“ Essen aufnehmen.

    Manchmal sind Schilddrüse und Leber in einem so schlechten Zustand, dass zusätzlich Homöopathie notwendig ist.

    Die Arthrose wird immer deutlicher spürbar. Die Schmerzen nehmen zu. Das Übergewicht wird zum Problem. Schilddrüsentabletten werden verordnet, vielleicht schon Blutdrucksenker, Diabetesmittel, Blutverdünner. Und ja: Schmerzmittel wild gemischt zum Einnehmen, zum Einreiben, als Pflaster…

    Der Weg zurück geht immer noch. Doch nun müssen alle Register gezogen werden…

    Wie geht das? Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Ohne professionelle Unterstützung ist der Weg aus der Arthrose schwierig oder gar unmöglich.

  • Fibromyalgie – sie kann jeden treffen, auch Promis wie Lady Gaga

    Fibromyalgie – sie kann jeden treffen, auch Promis wie Lady Gaga

    Wenn alles weh tut und nichts zu finden ist.

    Fibromyalgie, auch bekannt als Weichteilrheuma, wurde erst 1990 als Diagnose bekannt. Dabei ist es gar keine wirkliche Krankheit sondern Schmerzen am ganzen Körper, in jeder Faser, Sehne und den Muskeln. Blutwerte, MRT, EKG und sonstige körperliche Untersuchungen sind meist unauffällig oder zumindest nicht anders als bei Menschen, die nicht unter Fibromyalgie leiden.

    Für die Betroffenen ist diese Diagnose erstmal eine Erleichterung, weil sie endlich einen Grund für ihre Schmerzen und ihre Erschöpfung haben und ernst genommen werden. Helfen tut ihnen das nicht. Denn es gibt keine Behandlung, geschweige denn Hoffnung auf Heilung. Wie viele chronische Erkrankungen gilt Fibromyalgie als unheilbar.

    Was können Ärzte tun bei Fibromyalgie?

    Bei Fibromyalgie verordnen Ärzte am liebsten Schmerzmittel jedweder Art, angefangen von Ibuprofen, Diclofenac und Voltaren bis hin zu den härteren Opiaten wie Tilidin mit Novaminsulfon. Gerne gibt’s Psychopharmaka dazu. Hilft das nicht, wird die Dosis erhöht oder die Schmerz- und Psychomittel werden gemischt. Die fatalen Folgen einer langjährigen Einnahme von Schmerzmitteln wie Nierenschäden, Abhängigkeit und daraus noch größeren Schmerzen werden dabei gerne verschwiegen. Aber was sonst tun?

    Oft kommen Bluthochdruck, Diabetes, Arthrose und Darmprobleme dazu. Allen Fibromyalgie-Geplagten ist eigen, dass sie sich erschöpft, müde und ausgelaugt fühlen. Auch das scheinbar ohne Grund.

    Fibromyalgie – Diagnose für den Rest des Lebens?

    Nachdem eine Reihe von Blutuntersuchungen, MRTs, EKGs, Ultraschall und vieles mehr kein weiteres Ergebnis liefern, bleibt die Diagnose Fibromyalgie bestehen. Wer diese Diagnose einmal bekommen hat, weiß, sie bleibt und bleibt und bleibt. Niemand interessiert sich für eine Lösung oder gräbt tiefer oder hinterfragt.

    Für Fibromyalgie-Betroffene beginnt ein nie enden wollender Leidensweg. Denn allen chronischen Krankheiten ist eigen: Ohne die Ursachen zu finden und diese zu behandeln wird die Krankheit schlimmer. Auch bei Fibromyalgie ist das so. Langsam und stetig schreitet die Krankheit voran.

    Schmerzen von Kopf bis Fuß

    Vor allem Nacken- und Rückenschmerzen quälen die Fibromyalgie Patienten. Hinzu kommen steife Muskeln und Erschöpfung bis zur Depression. Daraus wird Verzweiflung, Entmutigung. Letztlich folgt daraus, dass viele arbeitsunfähig werden oder frühzeitig in Rente gehen müssen.

    Besonders gemein: Schmerzmittel, Psychopharmaka, Schlafmittel und Stimmungsaufheller helfen gar nicht oder nur für kurze Zeit.

    Oft kommt noch das sog. Restless-leg-Syndrom dazu. Diese dauernd unruhigen Beine, die die Erschöpften niemals zur Ruhe kommen lassen. Ob Pregabalin dabei hilft ist fraglich. Bei manchen bessert sich etwas, bei anderen nicht.

    Was ist Fibromyalgie wirklich und ist sie tatsächlich unheilbar?

    So genau kann ich diese Frage nicht beantworten. Es ist ein Unterschied, ob eine Krankheit unheilbar ist oder ein einzelner Mensch. Aus meiner Sicht kann Menschen, die an Fibromyalgie leiden, durchaus geholfen werden. Manche meiner Patienten sind ganz gesund geworden. Einfach ist das nicht, schwierig auch nicht, langwierig schon. Wie immer bei chronischen Krankheiten ist auch bei Fibromyalgie Geduld gefragt. Ebenso gehören eine gewisse Hartnäckigkeit und der Wille zur Veränderung dazu.

    Fibromyalgie – Wehtun und Erschöpftsein wird modern

    Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zum ersten Mal von Fibromyalgie gehört habe. Ich glaube mich zu erinnern, dass dieses Erkrankungsbild bei meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin vor 20 Jahren nicht vorkam.

    Erst über die Jahre und die vielen Anamnesen, die ich machte, sagten mir Patienten immer öfter, sie hätten Fibromyalgie. Was das war, konnte ich nicht verstehen. Es gab einfach keinen genauen Grund für diese Schmerzen und diese Erschöpfung. Die Patienten waren so unterschiedlich wie die Symptome.

    Ob alt oder jung, dick oder dünn, schön und elegant oder weniger, reich oder arm, eine harmonische oder weniger angenehme Lebensgeschichte – alle waren betroffen. Und sämtliche Ärzte waren hilflos gegenüber dieser Krankheit mit ihren vielen Facetten.

    Detektiv oder die Lust am Knobeln

    Da Fibromyalgie weder gefährlich ist noch tödlich verläuft, dafür schmerzhaft und chronisch, ist jede Verbesserung ein Segen. Was anfangs schwierig war, ist heute für mich und meine Patienten viel einfacher geworden. Denn mit der Zeit werden die Ursachen klarer und die Behandlungen schneller, angenehmer und effektiver. Für die Patienten ist es eine Wohltat, behandelt zu werden und sie genießen die kleinen, manchmal auch größeren und immer häufiger die großen Schritte auf dem Weg aus ihren Schmerzen und ihrer Erschöpfung.

    Jeder Patient ist anders, alle haben andere Symptome, andere Schmerzen oder Schmerzen an anderen Stellen. Manche sind nur müde, manche müde und erschöpft, andere wiederum müde, erschöpft und ängstlich.

    Je mehr Symptome desto mehr Behandlung ist nötig. Jede einzelne Behandlung, jeder weitere Schritt ist Knobelei und Detektivarbeit. Der Weg aus Schmerz, Erschöpfung und Depression ist der Lohn für Geduld, Mitarbeit und Hartnäckigkeit.

Heilpraktikerin Barbara Schütz
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