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Arthrose und Psyche – wie hängen sie zusammen?

Heilpraktikerin Barbara Schütz sitzt im Praxisflur, im Hintergrund Empfangstresen und Wartebereich

Arthrose beginnt meist mit Rückenschmerzen und einem verspannten Nacken. Im Laufe der Zeit dehnen sich die Rückenschmerzen aus und können einen Bandscheibenvorfall auslösen oder durch die starke Spannung im gesamten Rücken den Ischiasnerv einquetscht. Das ist sehr schmerzhaft und in manchen Fällen nur noch durch eine Operation zu lösen.

Stress, Kummer, Sorgen, Ängste – was haben sie mit Arthrose zu tun?

Der Volksmund beschreibt die psychischen Ursachen für Krankheiten sehr gut. Gelernt hat der Mensch durch Beobachtung, nicht durch ein Medizinstudium. Wer kennt das nicht:

Und vieles mehr…

Schon immer haben Menschen die Zusammenhänge zwischen körperlichem Leid und Sorgen, Nöten, Kummer, Überlastung und Ängsten beobachtet.

Das war und ist klug, denn es ist bis heute die richtige Schlussfolgerung. Krankheiten haben Ursachen. Auch Arthrose hat psychische Ursachen. Bei dem einen ist es der Rücken, beim anderen die Knie, bei wieder anderen die Hüften oder die Schultern.

Grundsätzlich ist Arthrose eine Ganzkörpererkrankung. Dennoch ist häufig das ein- oder andere Gelenk besonders betroffen.

Körper, Geist und Seele parallel behandeln

Das gilt insbesondere für Arthrose. Meiner Erfahrung nach gibt es immer einen psychischen Anteil an der Entstehung von Arthrose. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Die Frage ist, wo beginnen? An den körperlichen Ursachen der Arthrose wie Mangelernährung, zu hoher Zuckerkonsum oder jahrelange Übersäuerung oder die psychische Ursache finden und abstellen oder auflösen?

Arthrose körperlich oder psychisch?

Im Prinzip ist es egal, wo jemand anfängt. Wichtig ist, dass er anfängt. Die Königsdisziplin ist, Körper, Geist und Seele parallel behandeln.

Wer die Ursachen von Arthrose versteht und Zusammenhänge erkennt, kann selbst sehr viel tun, dass er gesünder wird. Das Leben in der Gegenwart kann jeder verändern. Dazu ist eine genaue Betrachtung nötig. Ist der Job der richtige, die Partnerschaft okay, Sorgen und Existenzängste begründet? Was lässt sich ändern?

Arthrose als Folge von Stress

Stress ist alles, was den Körper besonders fordert und kurzfristig auf Kampf und Flucht einstellt. Dazu schüttet die Nebenniere vermehrt Cortisol aus. Ist der Stress vorbei beruhigt sich das System und alles ist gut.

Wird Stress zur Dauerbelastung übersäuert der Körper, kristallisiert die Säuren und lagert sie in Gewebe und Gelenke ein. Die Muskeln verspannen und verkürzen, der Druck auf die Gelenke erhöht sich und Säurekristalle zerreiben die Knorpel. Das ist die Sehr-Kurz-Version.

Die Lösung: Den Stress beenden, die Säuren mit geeigneten Mitteln binden und aus Gewebe und Knorpel holen. Das ist auch die Sehr-Kurz-Version.

Arthrose als Folge von Schock

Schock ist ein plötzliches extremes Erschrecken, das kurzzeitig das menschliche System in ein Super-Notprogramm umschaltet, bei dem es nur um Eines geht: Ums Überleben. Dazu schüttet die Nebenniere Adrenalin aus, was uns kurzzeitig übermenschliche Kräfte verleiht. Das ist der Grund dafür, dass schwerverletzte Menschen nach Unfällen mit gebrochenen Gliedmaßen und großen Wunden trotzdem noch gehen können und kaum bluten. Ein Schock kann tödlich enden, wenn die Adrenalin-Produktion nicht wieder eingefangen wird und Rettung kommt.

Schock als Reaktion auf schreckliche Nachrichten wie Tod oder schwere Krankheit eines geliebten Menschen, plötzlicher finanzieller Ruin, Kündigung aus heiterem Himmel und ähnlichem löst dieselbe Stressreaktion mit erhöhter Adrenalinausschüttung aus.

Arthrose als Folge eines Traumas

Ein Trauma ist nichts anderes als eine Wunde, eine Verletzung, die nie verarbeitet wird, weil sie so schlimm ist. Das kann sexueller Missbrauch sein, fehlende Vater- oder Mutterliebe, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz oder Existenzangst.

Traumen erzeugen Angst und Angst aktiviert das Kampf- und Fluchthormon Cortisol. Cortisol steigert Herzschlag- und Blutdruck. Blut und Zucker versorgen die Muskeln und werden aus den Verdauungsorganen abgezogen. Hört die Angst nicht auf, verkrampfen die Muskeln und der Körper übersäuert. Wieder kristallisiert die Säure und lagert sich in Gewebe, Muskulatur und Gelenke ein.

Stress, Schock und Trauma – die psychischen Ursachen der Übersäuerung

Wer körperlich sehr gesund ist kann mit Stress, Schock und Trauma umgehen und mit der Zeit die schreckliche Erfahrung als Erinnerung ohne Emotion ablegen. Ist der Stress zu übermächtig, der Schock zu tiefgreifend oder das Trauma besonders schlimm, legt er Schock, Trauma oder Stress in die Tiefen seines Unterbewusstseins ab. Wie eine Datei auf dem Computer speichert er die Daten ab. So bleibt ein Dauerstress aus dem Unterbewusstsein. Das kostet Kraft und führt zu dauerhafter Übersäuerung.

Besonders betroffen sind diejenigen Gelenke, die damit in Verbindung stehen. Also der Rücken für eine besonders schwere Last, die Kniee für eine Zeit, in der man die traumatische Situation nicht „durchstehen“ konnte. Die Hüften für jegliches Fehlen von Lebensfreude, die Schultern für die Last, die unerträglich war und so weiter.

Jedes Gelenk hat so seine ganz eigene Geschichte.


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Heilpraktikerin Barbara Schütz
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