Was ist Depression?
Bei Depression denkt jeder sofort an eine psychische Erkrankung. Denn depressive Menschen fühlen sich gedrückt, ängstlich, besorgt, traurig, entmutigt und vieles mehr. Depressive Menschen können zudem erschöpft und kraftlos sein, oder sogar Schmerzen am ganzen Körper haben.
Antidepressiva – ein Allrounder?
Depressiven Menschen wird in der Regel ein Psychopharmakum verordnet, also ein sogenannter selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer. Der soll dann die niedergedrückte Stimmung heben und den Antrieb fördern. Oder sogar gegen Schmerzen wirken. Seit 20 Jahren beobachte ich wie Psychopharmaka immer leichtfertiger verordnet werden. Und immer weniger kann ich bei meinen Patienten erkennen, dass sich die Depression verbessert, geschweige denn ausheilt. Jeden meiner Patienten, der Psychopharmaka einnimmt frage ich, ob er sich damit besser fühlt. Die meisten fühlen sich mit ihren Tabletten genauso schlecht wie davor.
Zu dem gleichen Schluss kommt Peter C. Gotzsche in seinem Buch: „Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen – Wie Ärzte und Pharmamedizin die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen“.
Während Gotzsche als Wissenschaftler die Wirkung von sog. Psychomitteln untersucht, bin ich der Praktiker. Ich beobachte, frage, ziehe Schlüsse und das Wichtigste: Ich behandle die Patienten und suche die Ursachen ihrer Erkrankungen. Dabei bin ich auf Erstaunliches gestoßen:
Depressionen können körperlich, psychisch oder beides gleichzeitig sein
Deshalb macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, lediglich ein Psychomittel zu verordnen ohne zu wissen, wie die Depression entstanden ist und warum sie sich so hartnäckig hält.
Depressionen sind aus meiner Beobachtung heraus zu 80% körperlich und nur zu 20% psychisch. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Bei manchen ist ihre Depression rein körperlicher Natur, bei anderen hauptsächlich psychischer Natur.
Die körperliche Depression und ihre zahlreichen Ursachen
Die häufigste Ursache ist aus meiner Sicht ein ausgeprägter Nährstoffmangel, d.h. es fehlen lebenswichtige Eiweißbausteine, Vitamine und Mineralstoffe.
Oft auch entzündliche Prozesse im Körper, ausgelöst durch Virusinfektionen oder bakterielle Infektionen, die nicht ausgeheilt sind, wie eine verschleppte Grippe oder der Epstein-Barr-Virus, um nur einige zu nennen.
Oder eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Schwermetallvergiftung oder eine starke Übersäuerung von Muskulatur und Bindegewebe.
Häufig ist auch ein kranker Darm oder ein ungünstiger Tablettencocktail für die Entstehung einer Depression mitverantwortlich.
Die psychische Depression – oft verschwindet sie, wenn der Körper wieder fit ist
Es ist immer wieder erstaunlich, zu beobachten, wie Depressionen verschwinden, wenn der Körper wieder fit wird. Das passiert oft, denn Depressionen haben meist körperliche Ursachen und viel weniger psychische Gründe.
Die psychische Depression und die schwierige Suche nach der Ursache
Selten sind Depressionen tatsächlich die Folge schlimmer Erlebnisse und abgespeicherter, verdrängter Traumata oder eines bedrohlichen Umfeldes. Es bedarf einer großen Erfahrung, Fingerspitzengefühl und manchmal auch etwas Glück, die meist versteckten Ursachen einer psychischen Depression aufzuspüren.
