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Arthrose – Stiefkind der Orthopäden, Liebling der Chirurgen

Heilpraktikerin Barbara Schütz setzt zwei Applikatorstäbe der Magnetfeldtherapie am Knie einer liegenden Patientin an

Wenn Rücken, Hüften, Knie, Schultern oder Hände immer weher tun suchen Betroffene erstmal den Rat ihres Hausarztes. Dieser überweist zum Orthopäden. Dort passiert regelmäßig das Gleiche: ein MRT wird angeordnet, das eine der zahlreichen Helferinnen ausführt. Der Orthopäde stellt Pi mal Daumen den Arthrosegrad fest. In der Regel Arthrosegrad 4. Warum? Weil vorher die Arthrose lange nicht weh tut.

Wer geht schon ohne Schmerzen zum Arzt? Behandlungsmöglichkeiten gibt es kaum. Die Arthroseleitlinien sind dürftig. In den Leitlinien ist Leistungssport als sehr empfehlenswert eingestuft. Doch wer macht mit schmerzenden und entzündeten Knien Leistungssport? Physiotherapie, Wärme- oder Kältetherapie sollen ebenfalls wirksam sein. So gibt es meist ein Rezept für gerade mal 6 Behandlungen beim Physiotherapeuten. Dann ist das Budget erstmal erschöpft.

Schmerzmittel sind keine langfristige Lösung

Schmerzmittel werden fast immer verordnet und gerne angenommen. Sie gelten in den Leitlinien als empfehlenswert und helfen anfangs recht gut. Die schädlichen Nebenwirkungen wie zerstörte Nieren durch Diclofenac und Voltaren kommen erst viel später. Nierenschäden sind schmerzlos, daher besonders tückisch. Schmerzmittel unterdrücken das Symptom, also den Schmerz. Heilen tun sie nicht.

Künstliche Gelenke – der Weisheit letzter Schluss?

Cortison mit all seinen Nebenwirkungen sind gemäß Leitlinie kaum zu empfehlen. Hyaluron hat in Studien keine nachhaltige Wirkung ergeben. Arthrose gilt bis zum heutigen Tag als unheilbar. Durch die wenigen Behandlungen kann eine Operation, also ein künstliches Gelenk, länger hinausgezögert werden. Letztlich ist eine Operation laut Leitlinie der Weisheit letzter Schluss. Wer will schon ein künstliches Gelenk, wenn es anders geht?

45 % der Patienten sind nicht zufrieden nach der Operation

Viele haben nach wie vor Schmerzen und sind in der Bewegung eingeschränkt. Zudem ist vor allem die Knieoperation eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Es dauert lange, bis sich der Körper von diesen Strapazen wieder erholt. Die Narben sind groß. Nicht jeder verträgt so viel Metall im Körper. Immer wieder gibt es Fälle, bei denen das Kunstgelenk wieder entfernt werden muss. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Einige sind allergisch gegen das Metall. Wieder andere leiden unter einer massiven Schwermetallvergiftung im Körper, im Gewebe und im Blut mit all ihren Begleiterscheinungen.

Wie oft haben mir Patienten erzählt, dass sie mit multiresistenten Keimen kämpfen mussten und die daraus folgenden Entzündungen dazu führten, dass das Kunstgelenk wieder entfernt werden musste.

Alles tun was geht

Ich finde, alle Möglichkeiten einer sanften Therapie sollten dringend ausgeschöpft werden, bevor sich ein Arthrosepatient operieren lässt. Eigentlich schade, dass die Leitlinien so eng gegriffen sind. Warum nicht alles tun, um Arthrose sanft und angenehm zu verbessern? Ich habe so oft erlebt, wie bei vielen meiner Patienten nach und nach die Schmerzen nachließen und das Gelenk beweglicher wurde. So mancher fühlt sich als geheilt.

Meine Meinung: Alles tun, um eine Operation zu vermeiden. Lebensqualität ohne Operation – das ist mein Ziel und das meiner Patienten. Ob es gelingt? Jede Verbesserung lohnt sich.


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Heilpraktikerin Barbara Schütz
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