Und Eltern, Kinder- und Hautärzte bei der Behandlung ziemlich hilflos sind
13 % der Kleinkinder leiden heutzutage an Neurodermitis. Neurodermitis ist keine bedrohliche Erkrankung, dafür eine äußerst unangenehme, juckende und für Kinder und Eltern sehr anstrengende Erkrankung.
Die Ursachen sind unbekannt. Aus meiner Erfahrung sind sie ausgesprochen vielfältig, was die Behandlung so schwierig macht. Wie der Name schon sagt, hat Neurodermitis meistens einen psychischen Anteil, wie bei fast allen Erkrankungen. Den zu finden ist besonders schwierig.
Bei jeder Erkrankung müssen zwingend Körper, Geist und Seele parallel behandelt werden.
So ist es auch bei Neurodermitis.
Parallel bedeutet, die Mutter, als wichtigste Bezugsperson zu behandeln, ist für den Erfolg das A und O. Dazu werde ich einige Krankheitsverläufe in weiteren Blogs schreiben.
Ohne eine Ernährungsumstellung wird es kaum gehen. Ein gesunder Darm ist die Grundvoraussetzung für eine gesunde Haut, ebenso wie eine optimal arbeitende Leber, eine optimal arbeitende Niere und gesunde Hormondrüsen, allen voran die Schilddrüse.
Kinder mit Neurodermitis reagieren stark auf Zucker, auf Getreideprodukte und Milch. Immer mehr beobachte ich, wie Hauptnahrungsmittel der Kinder Getreide in Form von Nudeln, Pizza, Brot, den in Bayern so beliebten Brezen, Müsli und Nutella-Toast ist.
Leaky gut bei Kindern
Kinder haben bis zum 3. Lebensjahr ein leaky gut. Daher muss die Ernährung der Kinder besonders ausgewogen und vollwertig sein. Getreide und Zucker fördern sog. SIBO = small intestinal bacterial overgrowth, was zu Darmentzündungen, Blähungen, Durchfällen und Verstopfung führt. Da das Blut vom Darm in die Leber führt ist infolge dieser überbordenden Bakterien die Leber mit der Entgiftung überfordert. Als Hilfsmaßnahme entgiftet der Organismus so lange über die Haut, bis die Bakterienkultur im Darm wieder normal ist. Das geht nur durch Weglassen von Getreide und Zucker. Und durch die Zufuhr lebensnotwendiger Mikronährstoffe, Vitamine und Aminosäuren.
Kinder lieben Homöopathie
Die richtige Homöopathie bei Neurodermitis zu finden ist nicht leicht. Oft kombiniere ich verschiedene Mittel. Die einen, um Leber und Niere zu kräftigen, die anderen, um Gifte und Schwermetalle schneller aus dem Körper des Kindes zu bekommen. Meist braucht auch die Mutter entweder ein homöopathisches Mittel oder eine Bachblüte.
Die Stressachse der Mutter verstärkt Neurodermitis beim Kind
Jedes Kind spürt Stress, Aufregung und Angst bei der Mutter und verspürt ähnliche Gefühle, was die Neurodermitis verschärft. Ein Neurodermitis-Schub wiederum sorgt für noch mehr Aufregung bei der Mutter. Ein Teufelskreis, der dringend unterbrochen werden sollte.
Doch wie geht das?
